Die Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez rief den Notstand aus. Bisher wurden mindestens 32 Tote und mehr als 700 Verletzte bestätigt. Doch die US-Erdbebenwarte befürchtet deutlich schlimmere Folgen und hält sogar Zehntausende Todesopfer für möglich. Zahlreiche Gebäude stürzten ein, Rettungskräfte suchen fieberhaft nach Verschütteten.
Panik in Caracas
Das Beben traf Venezuela ausgerechnet an einem Feiertag, als sich viele Menschen zu Hause aufhielten. In der Hauptstadt Caracas rannten die Bewohner in Panik auf die Straßen. Allein aus einem eingestürzten Wohnhaus konnten 18 Menschen lebend gerettet werden. Gleichzeitig erschweren zahlreiche Nachbeben die Rettungsarbeiten.
Flughafen dicht, Schulen geschlossen
Der internationale Flughafen nahe Caracas musste wegen Schäden gesperrt werden. Auch der Unterricht wurde für den Rest der Woche ausgesetzt. In Krankenhäusern wurden zusätzliche Ärzte und Pflegekräfte mobilisiert, um die vielen Verletzten zu versorgen.
Internationale Hilfe läuft an
Die USA richteten einen Krisenstab ein und sagten schnelle Hilfe zu. Präsident Donald Trump sprach von „keinen guten ersten Berichten“ und versprach Unterstützung. Auch El Salvador, Brasilien und weitere Staaten kündigten Hilfslieferungen und Rettungsteams an. Während die Suche nach Überlebenden läuft, wächst die Sorge vor dem tatsächlichen Ausmaß der Katastrophe. Viele Regionen sind noch immer schwer erreichbar, zahlreiche Menschen werden vermisst. Venezuela könnte vor einer der schwersten Naturkatastrophen seiner Geschichte stehen.

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