Videos in sozialen Netzwerken zeigen gewaltige Feuerbälle und meterhohe Flammen über dem Industriekomplex. Die betroffene Raffinerie gehört zum Energieriesen Gazpromneft und versorgt einen großen Teil Moskaus mit Treibstoff. Mehrere Brandherde sollen auf dem Gelände ausgebrochen sein. Zudem wurden laut russischen Behörden ein Wohnhaus, ein Gartenmarkt und ein Hochhaus im Umland beschädigt. Aus Sicherheitsgründen musste der Flugbetrieb an sämtlichen großen Moskauer Flughäfen vorübergehend eingestellt werden.
Ukrainische Angriffe laufen seit Monaten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekannte sich offen zu dem Angriff. Die Attacke sei Teil der ukrainischen „Langstrecken-Sanktionen“ gegen Russland und eine Antwort auf die anhaltenden russischen Angriffe auf ukrainische Städte. Seit Monaten nimmt Kiew gezielt russische Raffinerien und Treibstofflager ins Visier, um Moskaus Kriegsmaschinerie zu schwächen. Der Treibstoffmangel macht Russland bereits zu schaffen – zuletzt mussten an mehreren Orten Spritlieferungen eingeschränkt werden.
Russland schlägt zurück
Doch auch Russland schlug zurück. In der Nacht wurden erneut ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew abgefeuert. Über der Millionenmetropole waren Explosionen zu hören. Während Moskau brennt und Kiew unter Beschuss steht, zeigt der jüngste Schlagabtausch einmal mehr: Von einer Entspannung im Ukraine-Krieg ist derzeit keine Spur zu sehen. Die Angriffe treffen längst nicht mehr nur die Front, sondern immer stärker das Hinterland beider Staaten.

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