Die Erhebung des Instituts für Demoskopie & Datenanalyse (IFDD), die im Auftrag des SPÖ-Landtagsklubs durchgeführt wurde, zeichnet ein enges Rennen. Demnach kommt die SPÖ auf 34 Prozent, die FPÖ erreicht 32 Prozent. Aufgrund einer Schwankungsbreite von 3,5 Prozent gilt das Rennen jedoch als völlig offen.

Während die SPÖ im Vergleich zur Landtagswahl 2023 leicht an Zustimmung verliert, profitiert die FPÖ vom bundesweiten Aufwärtstrend und legt deutlich zu, berichtet die Kleine Zeitung.

Bundespolitik beeinflusst Stimmung

Meinungsforscher Christoph Haselmayer sieht die Kärntner SPÖ durch die schwierige Lage der Bundespartei belastet. Dennoch halte sich die Partei an der Spitze.

Die FPÖ wiederum profitiere vom Rückenwind auf Bundesebene. Gleichzeitig würden jedoch weiterhin einige freiheitliche Wähler dem Team Kärnten die Treue halten, wodurch das Wachstum der Blauen etwas gebremst werde.

Die Volkspartei kann ihre Position weitgehend behaupten. Mit rund 18 Prozent bewegt sie sich auf dem Niveau der vergangenen Landtagswahl und bleibt klar auf Rang drei.

Für das Team Kärnten sieht die Lage hingegen schwieriger aus. Laut Umfrage würde die Partei derzeit nur noch auf sieben Prozent kommen. Zwar wäre damit der Einzug in den Landtag weiterhin möglich, doch insbesondere in den Städten Klagenfurt und Villach verliert die Bewegung deutlich an Zustimmung.

Grüne und NEOS weiter unter der Hürde

Das Ergebnis zur exxpress Sonntagsumfrage zur Kärnten-Wahl.
Das Ergebnis zur exxpress Sonntagsumfrage zur Kärnten-Wahl.

Für Grüne und NEOS liefert die Umfrage wenig Hoffnung. Beide Parteien würden den Einzug in den Kärntner Landtag erneut verpassen. Die Grünen kommen auf vier Prozent, die NEOS lediglich auf drei Prozent und liegen damit unter der erforderlichen Fünf-Prozent-Hürde.

Interessant fällt auch die Bewertung von Landeshauptmann Daniel Fellner aus. Bei einer fiktiven Direktwahl würde er laut Umfrage 42 Prozent erreichen und damit deutlich besser abschneiden als seine Partei.

Auch insgesamt genießt die Kärntner Landesregierung überraschend hohe Zustimmung. Rund 69 Prozent der Befragten zeigen sich mit ihrer Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden – ein Wert, den Haselmayer angesichts der derzeitigen politischen Herausforderungen als bemerkenswert bezeichnet.

Klagenfurt sorgt für Rätsel

Besonders schwierig gestaltet sich laut Haselmayer derzeit die politische Stimmung in Klagenfurt. Dort hätten sich außergewöhnlich wenige Menschen bereit erklärt, ihre Parteipräferenz bekanntzugeben.

Ob sich das derzeitige Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPÖ und FPÖ bis zur Landtagswahl weiter zuspitzt, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Kärntens politische Landschaft befindet sich in Bewegung, und der Kampf um Platz eins dürfte in den kommenden Monaten noch deutlich an Intensität gewinnen.