Die Kaufpreise von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern sanken seit 2022 im Schnitt um 3,2 Prozent. 2025 gab es schon eine leichte Umkehr, Immobilien wurden um 2,6 Prozent teurer, doch die Nettoeinkommen legten um 3,5 Prozent zu. Daher wurden die eigenen vier Wände insgesamt drei Jahre lang relativ gesehen günstiger. „Seit 2022 kam es zu einer Erhöhung der Leistbarkeit gemessen am Verhältnis der Nettoeinkommen zu den Immobilienpreisen um mehr als ein Fünftel“, sprach Stefan Bruckbauer, Chefökonom der Bank Austria, mit der Krone über seine neue Studie.

Wohnung verschlingt 8,5 Jahresbezüge, ein Haus 12,5

Plastisch ausgedrückt: Für ein Eigenheim mit 100 m² waren Ende des Vorjahres im Schnitt 8,5 Jahres-Nettobezüge notwendig, um ein Einfamilienhaus zu kaufen, und 12,5 Jahreseinkommen für eine Wohnung. 2022 waren es noch 10,7 Bezüge fürs Haus und 16,2 Einkommen für die Wohnung. Nach Schätzung der Bank Austria betrug 2025 der Quadratmeterpreis für eine Wohnung circa 4100 Euro, für ein Haus etwa 2800 Euro. Gegenüber der Preisspitze von 2022 ersparte man sich so 250 Euro bzw. 120 Euro auf den Quadratmeter.

Burgenländer zahlen am wenigsten

Regional gibt es große Unterschiede: Besonders günstig ist das Burgenland: Dort betragen die Jahreseinkommen unselbstständig Beschäftigter 106 Prozent des Österreichschnitts, gleichzeitig sind Häuser um rund ein Drittel und Wohnungen sogar um 50 Prozent billiger als anderswo. Folge: Für 100 m² zahlen Burgenländer nur 5,2 Jahres-Nettogehälter.

Spitzenreiter Wien

Am tiefsten müssen Wiener in die Tasche greifen. Unterdurchschnittliche Einkommen (96,5 Prozent des Österreich-Wertes) und sehr hohe Immobilienpreise (fast 200 Prozent bei Häusern, 123 Prozent für Wohnungen) kommen einer Belastung von gleich 17,4 Jahreseinkommen gleich.

8m² für ein Jahresgehalt

Selbst wenn diese Momentaufnahme erfreulich erscheint: Längerfristig wurden Eigenheime drastisch weniger leistbar. Seit 2010 hat sich der Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser verdoppelt, Wohnungen wurden sogar 120 Prozent teurer. Die Nettoeinkommen legten in diesem Zeitraum zwar um 73 Prozent zu, doch die Schere ging deutlich auf. Anders ausgedrückt: Früher reichte ein Nettojahresbezug zum Kauf von 10 Quadratmetern einer Eigentumswohnung, jetzt gehen sich damit nur mehr 8 Quadratmeter aus.