Ausgangspunkt eines aktuellen Betrugs in Kärnten, war ein scheinbar harmloser Klick auf eine Werbeanzeige während des Surfens. Kurz darauf reagierte der Computer ungewöhnlich – Programme blockierten, der Bildschirm wirkte eingefroren. Gleichzeitig erschien eine Meldung, die zur Kontaktaufnahme mit einer angeblichen Support-Hotline aufforderte.
Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein vermeintlicher Mitarbeiter, der schnelle Hilfe versprach. Doch hinter der professionellen Fassade verbarg sich ein gezielter Betrugsversuch. Unter dem Vorwand, eine Antivirus-Software zu installieren, verlangte der Anrufer Zugriff auf sensible Daten der 57-jährigen Frau – darunter auch Informationen zum Online-Banking.
Betrug wird erst später sichtbar
Erst Stunden nach dem Gespräch wurde das Ausmaß des Schadens deutlich. Mehrere Abbuchungen hatten das Konto der Frau belastet – in Summe fehlten mehrere Tausend Euro. Die Polizei ermittelt nun in dem Fall und warnt erneut vor derartigen Betrugsmaschen.
Kein Einzelfall: Betrugsfälle häufen sich
Der Vorfall steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich zunehmend verstärkt. Internetbetrug nimmt in Österreich seit geraumer Zeit zu – und die Methoden der Täter werden immer raffinierter.
Erst Ende April wurde in Kärnten ein weiterer Fall bekannt, der zeigt, wie vielfältig die Vorgehensweisen sind. In Klagenfurt fiel ein 37-jähriger Kunde eines Bauunternehmens auf eine gefälschte Rechnung herein.
Gefälschte Rechnungen – hohe Summen verloren
In diesem Fall hatten sich unbekannte Täter Zugriff auf den E-Mail-Account eines Kärntner Bauunternehmens verschafft. Anschließend verschickten sie täuschend echte Rechnungen an Kunden – jedoch mit manipulierten Kontodaten.
Der betroffene Kunde überwies den geforderten Betrag, der sich auf mehrere zehntausend Euro belief, auf ein deutsches Konto. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Rechnung nicht vom tatsächlichen Unternehmen stammte.

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