Schon im Februar wurde intern vor gehäuften Einbrüchen in Wien gewarnt, harte Informationen gab es zu den Einbrüchen aber nicht. Nun warnte die Apothekerkammer vor einem stark steigenden Anstieg bei Einbrüchen in die Geschäfte. Es sollen jedenfalls mehr als acht Coups seit Anfang Mai gewesen sein – auch im April wurden einige Apotheken „ausgeräumt“.
Nachtapotheker als Opfer?
Das Besondere an den Einbrüchen scheint zu sein, dass der oder die Täter keinerlei Rücksicht darauf nehmen, ob in dem Geschäft gerade jemand im Nachtdienst steht. „Für die Diensthabenden bedeutet das eine starke Belastung“, sagt Susanne Ergott-Badawi, Vizepräsidentin der Wiener Apothekerkammer, in der Krone. Rund 90 Prozent seien Frauen, die, so Ergott-Badawi, „in besonderem Maße“ daran leiden würden.
Viel Beute gibt es in Apotheken nicht
Während das Landeskriminalamt die Fälle sammelt, wird an die Apotheker appelliert, möglichst wenig Bargeld in den Kassen zu lassen. Größere Beträge sollen mehrmals untertags weggeschafft werden, dass sich nur noch Kleingeld in den Kassen befindet. In den Kassen sei jedoch so und so kaum etwas zu holen.
„Unbegleitete Minderjährige“ verantwortlich?
Wer nun für die aktuelle Einbruchsserie verantwortlich ist, scheint noch Gegenstand von Ermittlungen zu sein. Man vermutet die Täterschaft jedoch bei Jugendlichen. Vermutlich, weil die letzte ähnliche Serie (acht Einbrüche) laut Krone-Informationen aufs Konto von Jugendlichen gegangen ist. Soweit bekannt sei, heißt es aus der Apothekerkammer, handle es sich auch dieses Mal wieder um „unbegleitete Minderjährige“, die ganz genau wüssten, dass sie vor ihrem 14. Geburtstag keinerlei rechtliche Konsequenzen zu fürchten hätten.
Forderung an Politik
Von der Politik fordert die Kammer daher neben einer Erhöhung der Polizeipräsenz einen Sicherheitsgipfel zum Thema Jugendkriminalität. Aktuell sich mit Sicherheitsschulungen für Apotheker. Und mit Appellen an die Geschäftstreibenden, die Funktionsfähigkeit ihrer Videoüberwachung und Alarmanlagen zu überprüfen.

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