Begonnen hat Sabine K. in einem Wiener Gefängnis, aber durch ihre Heirat zog sie dann nach Niederösterreich und war dort in 2 Strafvollzugseinrichtungen tätig. Seit vergangenem Jahr ist die Frau wegen einer Krankheit in Frühpension, weiß aber natürlich was in den heimischen Gefängnissen vor sich geht. Im exxpress spricht sie Klartext.

Erzählen Sie uns doch ein bisschen über ihre Zeit als Beamtin in drei heimischen Strafanstalten?

Ich war beruflich eine Quereinsteigerin, ich war Erzieherin in einem Hort. Durch meinen heutigen Mann bin ich zu der Möglichkeit gekommen, als Beamtin in einem Wiener Gefängnis zu arbeiten. Ich habe dort mehr verdient, und ich muss auch sagen, die ersten paar Jahre in Wien waren durchaus in Ordnung. Erst mit dem Anstieg durch tschetschenische Häftlinge, haben massive Probleme mit Respektlosigkeit und Übergriffen gegen uns weibliche Beamten begonnen. Ich rede da nicht von sexuellen Übergriffen, aber von Beleidigungen, Dinge vor uns auf den Boden werfen und verächtliche Wortmeldungen und Gesten gegen uns Frauen. Das wurde dann von Jahr zu Jahr schlimmer, man muss aber auch unterscheiden. Mit türkischen Häftlingen habe ich solche Probleme nie gehabt, auch wenn das Muslime waren.

Wann wurde es unerträglich?

Die Anzahl der Häftlinge mit muslimischer Herkunft stieg nahezu täglich, in Wien war es gegen Ende auch wirklich unerträglich im Vollzug zu arbeiten – zumindest für uns Frauen. Dann sind wir nach NÖ gezogen und ich hab Gottseidank einen Job in einem niederösterreichischen Gefängnis bekommen. Dort war es um Welten angenehmer als in Wien, auch die Probleme mit Häftlingen waren gering. Das hat sich aber so ab 2017 schlagartig geändert. So zwei Jahre nach der Grenzöffnung wurden wir buchstäblich überrannt, und das hat bis zum Ende meiner Arbeit auch nicht mehr aufgehört. Wurde früher bei den Hofgängen noch Deutsch gesprochen, so hörst du fast kein einziges deutsches Wort mehr. Die Hausarbeiter waren früher meistens alle Österreicher oder halt Ungarn oder Polen, jetzt musst du froh sein wenn da von sechs Leuten noch zwei Europäer dabei sind. Und verstehen sie mich nicht falsch, auch genug Österreichische Häftlinge haben kein Benehmen, aber bespuckt, beschimpft und bedroht wurden wir in diesem Ausmaß niemals.

Was hat sich noch geändert?

Sämtlicher Handel und Tauschgeschäfte sind ganz fest in muslimischer Hand, über einen Österreicher bekommst du vielleicht noch Häuslpapier. Alles was rentabel und kriminell ist, haben sich muslimische Gangs aufgeteilt. Auch sind wir weiblichen Beamten früher noch mit einem ganzen Stock oder eben mehreren Insassen zum Einkaufen in den Gefängnissupermarkt gegangen, das ist heute nicht mehr möglich – und aus Sicherheitsgründen auch verboten.

Was müsste sich ändern, um diesen Missständen entgegenzuwirken?

Gar nichts mehr, der Zug ist abgefahren, es wird noch schlimmer werden. Unsere Beamten stehen dermaßen unter Druck, sie sind massiv in der Unterzahl und stehen einer Horde von Männern gegenüber, die nur auf den kleinsten Fehler warten, um den Beamten zu schaden. Und wenn dann einmal einem Häftling was passiert, und der zu Tode kommt, dann werden die Beamten von den Medien fertiggemacht. Es ist eine Tragödie, was in Hirtenberg geschehen ist, aber es war nur eine Frage der Zeit bis einmal so etwas geschieht. Die Beamten sind völlig überlastet und werden von der Politik im Stich gelassen. Abgesehen davon, von den unzähligen gewalttätigen Übergriffen von Insassen auf Beamte, habe ich noch nie etwas gelesen oder gehört. So etwas interessiert die Medien leider deutlich weniger.

 

exxpress hat um eine Stellungnahme bei  der verantwortlichen Stelle im Justiz-Apparat geschickt, aber bis dato noch keine Antwort bekommen.