Was sich am Sonntag im Freibad in der deutschen Stadt Kehl östlich von Straßburg abspielte, sorgt für Aufsehen. Eine Gruppe von 50 bis 60 Männern soll wiederholt versucht haben, ohne zu bezahlen in das Bad an der deutsch-französischen Grenze zu gelangen – einige von ihnen kletterten dabei über den Außenzaun. Mehrfach kam es zu verbalen Auseinandersetzungen mit dem Sicherheitspersonal, die „Eindringlinge” leerten Mülleimer und hielten sich nicht an die Baderegeln. Den Anweisungen des Sicherheitsdienstes, das Gelände zu verlassen, leisteten sie keine Folge. Als die Polizei das Schwimmbad schließlich räumte, verließen die Störenfriede den Ort unerkannt.
Nicht der erste Vorfall in Kehl
Es ist nicht das erste Mal, dass das Freibad in Kehl für Schlagzeilen sorgt. Bereits im vergangenen Jahr kam es zu Vorfällen mit jungen Besuchern aus dem benachbarten Frankreich – neun von ihnen erhielten nach einer Auseinandersetzung Hausverbot, mehrere Polizeieinsätze waren die Folge. Daraufhin verschärfte die Stadt die Regeln: Eintrittskarten müssen nun in der Regel vorab online gekauft werden, dazu kommen strengere Kontrollen am Zugang. Ein generelles Badeverbot für ausländische Gäste schließt die Stadt allerdings ausdrücklich aus.
Schweizer Bad verlangt von Ausländern doppelten Eintritt
Ähnliche Probleme kennt man auch andernorts. Für Schlagzeilen sorgt immer wieder das Freibad im schweizerischen Pruntrut im Kanton Jura, nur wenige Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Vergangenen Sommer erließen die Behörden dort sogar ein Zutrittsverbot für ausländische Badegäste – nachdem es zu sexuellen Belästigungen junger Frauen, aggressivem Auftreten und Polizeieinsätzen wegen Gewalt gekommen war. Diesen Sommer müssen Gäste ohne Wohnsitz oder Staatsbürgerschaft in der Schweiz nun doppelt so viel Eintritt zahlen wie Einheimische.

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