Der Milliardär war einer Vorladung in Paris ferngeblieben, die Staatsanwaltschaft setzte ihre Ermittlungen fort: gegen Musk, seine Plattform und die ebenfalls vorgeladene frühere X-Chefin Linda Yaccarino. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Paris mit und bestätigte damit einen Zeitungsartikel der „Le Monde“. Weder Musk noch Yaccarino wären verpflichtet gewesen, zu der freien Anhörung im April zu erscheinen. Ihre Anwesenheit oder Abwesenheit stelle kein Hindernis für die Fortsetzung der Ermittlungen dar, hatte die Staatsanwaltschaft im Anschluss mitgeteilt.

Algorithmen, Rechtsextremismus, Holocaustleugnung und Sex

Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt seit rund einem Jahr gegen X. In dem sozialen Netzwerk sollen Algorithmen verändert worden sein, um rechtsextremen Inhalten mehr Klicks zu generieren. Außerdem geht es um Holocaustleugnung sowie um sexualisierte Abbildungen. Dabei handelt es sich um sogenannte Deepfakes, die international für viel Empörung gesorgt haben. Deepfakes sind mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Videos, Bilder oder Audiodateien, die täuschend echt wirken.

Ermittler „geistig zurückgeblieben“

Im Februar waren Büros von X in Paris untersucht worden. Das Unternehmen entgegnete, die Vorwürfe seien unbegründet und bestritt „jegliches Fehlverhalten“. Musk beschimpfte die französischen Ermittler in einer Reaktion auf X gar als „geistig zurückgeblieben“.

Nicht nur Paris ermittelt gegen Musk und X

Elon Musk ist für polarisierende Aussagen bekannt. Er behauptet schon länger, dass die Redefreiheit in Bezug auf solche Meinungen in Europa eingeschränkt werde. Auch in anderen Ländern außer Frankreich laufen mehrere Untersuchungen und Verfahren gegen Musks Plattform.