In der Steiermark etwa, existieren rund 66.000 private Swimmingpools. Der Sommer-Luxus entwickelt sich jedoch bei Trockenperioden zunehmend zur Belastung für die Infrastruktur.
Das Referat für Siedlungswasserwirtschaft des Landes weist darauf hin, dass vor allem an langen Wochenenden viele Haushalte gleichzeitig ihre Becken füllen – mit potenziell gravierenden Folgen.
Denn: Ein durchschnittlicher Pool benötigt etwa 50.000 Liter Trinkwasser. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch einer einzelnen Person.
Grundwasserstände sinken – Regionen unterschiedlich betroffen
Die aktuelle Lage ist regional unterschiedlich, aber in Teilen bereits angespannt. Laut hydrografischem Dienst sind die Grundwasserstände insbesondere im Ennstal und Murtal deutlich gesunken.
Etwas stabiler präsentiert sich die Situation in der Südweststeiermark sowie im Raum Graz, während die Oststeiermark teils sogar über dem Durchschnitt liegt.
Trotz dieser Unterschiede bleibt die Grundproblematik dieselbe: Sobald viele Haushalte gleichzeitig große Wassermengen entnehmen, geraten lokale Systeme schnell unter Druck.
Erste Engpässe bereits Realität
Dass die Warnungen nicht theoretischer Natur sind, zeigt ein konkretes Beispiel: In Gleinstätten in der Südsteiermark wurde das Trinkwasser Medienberichten zufolge, zuletzt knapp.
In einigen Haushalten kam es bereits zu Versorgungsproblemen – ein wesentlicher Auslöser war das gleichzeitige Befüllen privater Pools.
Solche Situationen könnten sich laut Experten mit den bevorstehenden Feiertagen im Mai weiter zuspitzen.

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