Nach bisherigen Ermittlungen soll der 21-Jährige am Samstagabend gegen 22 Uhr im Bereich des Tiergartens mit einem Transporter mehrere Menschen erfasst haben. Anschließend sollen eine oder mehrere Personen das Fahrzeug verlassen haben. Zudem wurden mehrere Menschen durch Stichwaffen verletzt. Bei dem Anschlag kam mindestens ein Mensch ums Leben, mehrere weitere wurden teils schwer verletzt, wie das „exxpress”-Partnerportal NIUS und die „Berliner Zeitung“ berichten.

Nach Abdul B. wird gefahndet.
Nach Abdul B. wird gefahndet.

Polizei: Verbindungne zur Islamisten-Szene

Nach Angaben der Berliner Polizei ist der Gesuchte den Behörden bereits bekannt und wird der islamistischen Szene zugerechnet. Laut Ermittlerkreisen soll er Kontakte zur Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) haben. Medienberichten zufolge wurde der Mann Ende 2025 nach einer Rückkehr aus dem Libanon festgenommen und saß bis Mai 2026 wegen des Verdachts der Vorbereitung einer terroristischen Straftat in Untersuchungshaft.

Die Polizei veröffentlichte inzwischen ein Fahndungsfoto und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Der 21-Jährige wird als etwa 1,90 Meter groß, schlank, mit schwarzen Haaren beschrieben. Zum Tatzeitpunkt soll er einen schwarzen Hoodie und eine weiße Hose getragen haben.

Angeblicher Bekannter gibt Details preis

Ein ehemaliger Bekannter schilderte gegenüber Medien seine Eindrücke. Demnach habe Abdul Ballout häufig die Schule geschwänzt und keinen Abschluss gemacht. Nach einem Gefängnisaufenthalt im Libanon habe er sich verändert, islamistische Inhalte im Internet kommentiert und an entsprechenden Demonstrationen teilgenommen. Der Kontakt sei daraufhin abgebrochen worden. Diese Aussagen stammen von einem Bekannten und wurden von den Ermittlungsbehörden bislang nicht bestätigt.

Viele Fragen weiter offen

Trotz der intensiven Fahndung ist der Ermittlungsstand weiterhin offen. Die Polizei betont, dass derzeit noch nicht gesichert sei, ob der 21-Jährige tatsächlich den Transporter gelenkt hat, ob mehrere Täter beteiligt waren oder wie genau sich die Tat abgespielt hat. Auch das Motiv wird weiterhin untersucht.

Die Ermittler warnen eindringlich davor, den Gesuchten selbst anzusprechen. Wer Hinweise zum Aufenthaltsort des 21-Jährigen hat, soll umgehend die Polizei verständigen.