Bereits Anfang Mai hatte das Unternehmen bekannt gegeben, bei einer der beiden Erkundungsbohrungen auf Erdgas gestoßen zu sein. Nun liegen die ersten Resultate eines umfangreichen Testprogramms vor, das Aufschluss über die tatsächliche Fördermenge geben soll.

Hoher Druck und stabile Gasförderung

Beim ersten von insgesamt acht geplanten Tests wurde aus einer Tiefe von rund 1.465 Metern Erdgas an die Oberfläche gefördert. Nach Unternehmensangaben strömten dabei umgerechnet etwa 76.500 Kubikmeter Gas pro Tag aus dem Reservoir. Der gemessene Druck von rund 65 Bar gilt als weiterer Hinweis auf ein ergiebiges Vorkommen.

Um die Stabilität der Lagerstätte zu überprüfen, wurde das geförderte Gas über einen Zeitraum von rund 24 Stunden kontrolliert abgefackelt.

Unternehmenschef Ian Tchacos zeigte sich mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden. Bereits die derzeit ermittelte Förderrate könne bei den aktuellen europäischen Gaspreisen wirtschaftlich interessant sein.

Die bislang gemessene Fördermenge entspricht in etwa einem Energieäquivalent von rund 450 Barrel Rohöl pro Tag. Die nun veröffentlichten Daten stammen lediglich aus dem ersten Testabschnitt. In den kommenden Wochen sollen sieben weitere Untersuchungen folgen. Dabei werden verschiedene geologische Schichten innerhalb der Lagerstätte analysiert, um ein möglichst genaues Bild über die vorhandenen Reserven zu erhalten.

Laut Unternehmensangaben konzentrieren sich die ersten vier Tests auf die sogenannte obere Hall-Formation. Anschließend werden weitere Bereiche der tiefer liegenden Gesteinsschichten untersucht.

Millionen Kubikmeter Erdgas vermutet

Nach aktuellen Schätzungen könnte das gesamte Vorkommen zwischen 226 und 500 Millionen Kubikmeter Erdgas umfassen. Ob diese Mengen tatsächlich wirtschaftlich gefördert werden können, soll sich nach Abschluss aller Untersuchungen zeigen.

Ein umfassendes Ergebnis über das tatsächliche Potenzial der Lagerstätte wird für Ende Juli erwartet. Dann soll feststehen, welche Rolle Frankenmarkt künftig für die heimische Energieversorgung spielen könnte.