Die Folgen des bislang wohl größten ukrainischen Drohnenangriffs auf russisches Territorium beschäftigen Moskau weiterhin. Besonders eine heftige Explosion in einer Ölraffinerie südlich der russischen Hauptstadt sorgt für Diskussionen. Neue Videoaufnahmen legen nahe, dass die Ursache nicht direkt ein ukrainischer Treffer, sondern möglicherweise ein Fehler der russischen Luftabwehr gewesen sein könnte.

In sozialen Netzwerken und auf Telegram verbreiteten Militärblogger Aufnahmen, die den Anflug einer ukrainischen Drohne zeigen sollen. Kurz darauf ist eine Rakete zu sehen, die offenbar zur Abwehr gestartet wurde. Statt das Ziel zu treffen, soll sie jedoch die Flugbahn verloren haben und in ein Öldepot eingeschlagen sein. Die anschließende Explosion war so gewaltig, dass das Dach eines Tanks in die Luft geschleudert wurde. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.

Zweiter Angriff auf Raffinerie

Die betroffene Raffinerie war bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage Ziel eines Angriffs. Experten sehen darin einen Teil der ukrainischen Strategie, die russische Energieinfrastruktur unter Druck zu setzen. Mehrere Anlagen wurden in den vergangenen Monaten beschädigt, was die Versorgung mit Treibstoff zusätzlich belastet.

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Drohungen auf beiden Seiten

Während der Kreml mit Vergeltung droht, wächst in Russland die öffentliche Aufmerksamkeit für die Auswirkungen des Krieges. Zahlreiche Videos von Bränden, Explosionen und gesperrten Verkehrswegen verbreiteten sich in den sozialen Medien und sorgten für heftige Diskussionen über die Wirksamkeit der Luftverteidigung rund um Moskau.