Dabei macht Dengler keinen Hehl daraus, dass ihn das Aus persönlich getroffen hat. “NEOS ist mein Baby”, sagt er und beschreibt den Ausschluss als schmerzhaften Einschnitt. Trotz seiner engen Verbundenheit mit den NEOS spart Dengler nicht mit Kritik. Seiner Ansicht nach habe sich die Partei zwar erfolgreich etabliert, schöpfe ihr politisches Potenzial jedoch nicht aus.
Er kritisiert insbesondere die Erwartungshaltung innerhalb der Partei. Wer davon ausgehe, dass eine liberale Partei dauerhaft nur rund zehn Prozent der Stimmen erreichen könne, werde Österreich nicht nachhaltig verändern, erzählt er im Kurier Interview.„Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquip ex ea commodo consequat.“Auch die Kommunikation der Partei sieht Dengler kritisch. Die NEOS hätten seiner Ansicht nach die Tendenz, kleinere Erfolge überzubewerten.
Als Beispiel nennt er die Nationalratswahl 2024. Zwar hätten die Pinken leicht zugelegt, gleichzeitig hätten jedoch andere Parteien deutlich stärker verloren. Aus Denglers Sicht sei dadurch eine größere politische Chance ungenutzt geblieben.
Kritik an den internen Strukturen
Der ehemalige Abgeordnete beschreibt außerdem einen Wandel innerhalb der Parteiorganisation. Entscheidungen würden heute vor allem von einem kleinen Führungskreis vorbereitet und anschließend an den Klub weitergegeben.
Dieses Vorgehen stehe, so Dengler, nicht im Einklang mit den ursprünglichen Idealen der Partei, die einst mit dem Anspruch auf mehr Mitbestimmung und Offenheit gegründet worden sei.
So beschreibt Dengler Beate Meinl-Reisinger
Auch über NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger äußert sich Dengler. Er bezeichnet sie als eine “robuste Persönlichkeit”, die stets klar formuliere, was sie wolle.
Gleichzeitig sieht er eine grundsätzliche Herausforderung für politische Führungskräfte: Wer an der Spitze stehe, laufe Gefahr, nur noch jene Rückmeldungen zu erhalten, die das eigene Umfeld hören lassen wolle. Deshalb sei es entscheidend, den Kontakt zur Realität und zu unterschiedlichen Meinungen nicht zu verlieren.
Mit seinen Aussagen stößt Dengler eine neuerliche Debatte über die Ausrichtung der NEOS an. Ob seine Kritik innerhalb der Partei Gehör findet, bleibt offen. Klar ist jedoch: Der öffentliche Bruch zwischen dem Mitgründer und seiner ehemaligen politischen Heimat dürfte die Liberalen noch länger beschäftigen.

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