Im Podcast „Club der Cleveren“ der Oberösterreichischen Nachrichten macht Kummer klar, was sie am meisten irritiert hat: das völlige Ausbleiben eines Gesprächs über ihre Zukunft. „Ich habe eigentlich darauf gewartet, dass man mit mir spricht. Man hat nicht mit mir gesprochen“, sagt sie.
Ihr Vertrag lief mit 30. September 2025 aus, zeitgleich erreichte sie das reguläre Pensionsantrittsalter. Dass es dennoch keinerlei Abstimmung über ein mögliches Weiterarbeiten gab, stößt ihr bis heute auf.
Erwartung – und dann Funkstille
Über Jahrzehnte hinweg arbeitete Kummer beim ORF ohne fixe Anstellung. Statt langfristiger Sicherheit gab es für sie immer nur befristete Verträge – meist für ein Jahr. Diese Unsicherheit gehörte für sie zum Berufsalltag, auch wenn sie sich damit arrangiert hatte.
Gerade weil es in der Vergangenheit immer wieder zu Verlängerungen gekommen war, ging Kummer davon aus, dass auch diesmal zumindest Gespräche geführt würden. Zumal Kollegen zu der Zeit neue Verträge erhalten hatten.
Nach eigenen Angaben wurde sie zwar intern gelobt, konkrete Entscheidungen blieben jedoch aus. Die Monate vergingen – ohne Ergebnis. „Dann ist der Juli gekommen, der August, der September – und dann war die letzte Sendung da.“
Deutliche Kritik am Abschied
Entsprechend klar fällt ihr Urteil aus. Kummer spricht von einem „eher unrühmlichen“ Abgang. Der Umgang mit ihr sei „nicht wirklich elegant“ gewesen – insbesondere angesichts ihrer langjährigen Rolle im Sender.
An Ruhestand denkt Kummer aber nicht. Neben ihrer Tätigkeit im Fernsehen hatte sie sich bereits zuvor mit Vorträgen und Moderationen ein zweites Standbein aufgebaut. Nach dem ORF-Aus sei sie sogar stärker gefragt gewesen als zuvor.

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