Hohe Kosten für Museumsbesetzungen
Den größten Anteil der Ausgaben machte laut den vorliegenden Unterlagen die Begleitung des Auswahlverfahrens für die wissenschaftliche und wirtschaftliche Geschäftsführung der Österreichische Galerie Belvedere aus. Dafür wurden mehr als 58.000 Euro bezahlt. Auch für personelle Neubesetzungen im Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien sowie im Museum für angewandte Kunst fielen Kosten an. Für beide Verfahren wurden jeweils knapp 20.000 Euro an eine externe Personalagentur überwiesen. Laut Bericht sollen die Verträge ohne Ausschreibung vergeben worden sein.
Babler verteidigt externe Expertise
Vizekanzler Babler verteidigte die Ausgaben in seiner Anfragebeantwortung. Gerade bei speziellen Themenbereichen könne es notwendig sein, externe Fachleute hinzuzuziehen, wenn intern keine ausreichende Expertise vorhanden sei. Außerdem könne der Blick von außen helfen, bestimmte Aufgaben bestmöglich zu bearbeiten und unterschiedliche Perspektiven einzubringen.
Scharfe Kritik von der FPÖ
Die FPÖ reagierte mit heftiger Kritik auf die veröffentlichten Zahlen. Schnedlitz sprach von einem falschen Signal in Zeiten von Sparmaßnahmen und hoher Belastungen für viele Bürger. Besonders kritisch sieht die Opposition, dass gleichzeitig in anderen Bereichen Einsparungen diskutiert werden, während hohe Summen für externe Beratung ausgegeben würden.
Weitere Ministerien unter Druck
Die übrigen Ministerien haben ihre Antworten auf ähnliche parlamentarische Anfragen bislang noch nicht vollständig vorgelegt. Deshalb dürften in den kommenden Wochen weitere Details über externe Beraterkosten innerhalb der Bundesregierung bekannt werden.

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