Eigenes Sonderbüro sorgt für Kritik
Besonders auffällig ist eine zusätzliche sogenannte Koordinierungsstelle innerhalb des Außenministeriums. Dieses Sonderbüro wird vom ehemaligen NEOS-Klubdirektor Armin Hübner geleitet und soll die Regierungsarbeit der NEOS koordinieren. Für diese eigene Struktur fielen laut Anfragebeantwortung im ersten Quartal weitere rund 194.000 Euro an, wie die Tageszeitung Heute berichtet. Damit summieren sich die Kosten von Meinl-Reisingers Kabinett und Koordinierungsstelle bereits auf rund 692.000 Euro.
Auch Staatssekretariat verursacht Kosten
Zusätzlich ist im Außenministerium noch das Staatssekretariat von Josef Schellhorn angesiedelt. Für dessen Personalaufwand wurden im selben Zeitraum weitere rund 260.000 Euro verbucht. Rechnet man Kabinett, Sonderbüro und Staatssekretariat zusammen, ergeben sich Gesamtkosten von mehr als 950.000 Euro allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2026.
FPÖ übt scharfe Kritik
Die Zahlen stammen aus einer Anfrage-Serie von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zu den Kosten der Ministerkabinette. Schnedlitz kritisiert die hohen Ausgaben scharf. Die Regierung leiste wenig, gönne sich aber einen „fürstlichen Hofstaat“, so der Freiheitliche. Insgesamt kosteten die Kabinette der Bundesregierung mit ihren 21 Ministern und Staatssekretären im ersten Quartal 2026 laut den Anfragebeantwortungen rund 10,82 Millionen Euro – das entspricht etwa 3,6 Millionen Euro pro Monat.

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