Die Hamas habe bisher keine Anschläge außerhalb Israels durchgeführt. Der am Wochenende auf Kreta festgenommene Palästinenser sei aber in Malaysia “für terroristische Gewaltakte in Europa ausgebildet” worden.

Dies deute auf eine “gefährliche strategische Neuorientierung und eine große Bedrohung” hin, warnte Chrysochoidis in einem TV-Interview. Die Hamas wolle möglicherweise in europäischen Ländern für Aufsehen sorgen. “Diese Menschen wollen Europa treffen, weil sie ihr Problem exportieren wollen.” Die Festnahme des 37-Jährigen sei das Resultat der erfolgreichen Zusammenarbeit verschiedener Nachrichten- und Geheimdienste gewesen, so der Regierungspolitiker.

Gefährlich sei aber auch der Umstand, dass der Festgenommene “ganz normal” in einem Hotel gearbeitet habe. Allerdings sei er aufgefallen, weil er Reisen zu eher ungewöhnlichen Zielen gemacht habe, “die ein gewöhnlicher Mensch eher nicht unternehmen würde.” Der Beschuldigte war am Samstag auf der griechischen Insel Kreta festgenommen worden. Dort arbeitete er laut Medienberichten als Elektriker in einem Hotelbetrieb.

Den Angaben zufolge zielten die Anschlagspläne möglicherweise auf ein israelisches Kreuzfahrtschiff ab, das am Dienstag auf der Mittelmeerinsel Kreta eintreffen soll. Der Verdächtige habe auch “Sprengstoff im Internet bestellt”. Laut dem Sender ERT hatte er eine Wohnung in der Hauptstadt Athen gemietet, in der die Polizei Laborausrüstungen und Chemikalien sicherstellte, die zur Herstellung einer Bombe verwendet werden könnten.