Im Zentrum der Kritik steht die Forderung nach einem generellen Hitzefrei ab 30 Grad Celsius. Der Österreichische Tierschutzverein hat dafür rund 20.000 Unterschriften an die Stadt Wien übergeben. Auch Tierschutzorganisationen fordern ein langfristiges Ende des Fiakerbetriebs im innerstädtischen Verkehr.
Auslöser der aktuellen Dynamik sind unter anderem Social-Media-Aufnahmen von erschöpft wirkenden Pferden während der Hitzewellen sowie eine stark polarisierende Online-Debatte, berichtet die Krone.
Die Stadt Wien verweist hingegen auf eine bereits laufende wissenschaftliche Untersuchung zur „Pferdenutzung in Zeiten des Klimawandels“. Ziel ist es, die Belastung der Tiere unter realen Bedingungen objektiv zu erfassen – statt rein emotionaler Debatten.
Laut Veterinärbehörde werden dafür mehrere Fiakerpferde über längere Zeiträume begleitet und umfassend überwacht.
Hightech am Pferderücken
Die Tiere tragen dabei verschiedene Messinstrumente:
- Sensoren zur Körpertemperatur
- GPS-Tracker zur Bewegungsanalyse
- Videoaufzeichnungen zum Verhalten im Stadtverkehr
- Auswertung von Blut-, Speichel- und Kotproben
Untersucht wird auch, wie sich Hitze, Lärm und körperliche Belastung im städtischen Alltag konkret auswirken.
Klare Regeln bei Hitze – aber offene Fragen
Derzeit gilt: Erreichen die offiziellen Wetterwerte 35 Grad Celsius, müssen Fiaker den Betrieb einstellen und die Pferde in die Stallungen zurückbringen.
Gleichzeitig räumt die Behörde ein, dass diese Regelung nicht alle praktischen Belastungen abdeckt – etwa die tatsächliche Hitzeentwicklung auf Asphalt oder an Standplätzen in der Innenstadt.
Ergebnisse erst 2027
Die endgültigen Ergebnisse der Studie werden erst im Frühjahr 2027 erwartet. Erst dann soll eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für mögliche Anpassungen der Regeln vorliegen.
Tierschutzorganisationen kritisieren die Wartezeit scharf und fordern raschere Maßnahmen. Sie argumentieren, dass Tiere nicht auf langjährige Studien verwiesen werden sollten, wenn die Belastung an Hitzetagen bereits jetzt sichtbar sei.
Die Stadt hält dagegen: Nur belastbare Daten könnten entscheiden, ob bestehende Regeln verschärft oder beibehalten werden müssen. Bis dahin dürfte die Diskussion um Wiens Fiaker weiter Fahrt aufnehmen – wenn auch nicht im Pferdegeschirr, sondern politisch.„Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquip ex ea commodo consequat.“

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