Besonders alarmierend ist ein Vorfall vom 28. April: Eine 13-Jährige wurde nach Unterrichtsende gegen 13 Uhr im Bereich des Bacherparks von einem unbekannten Mann angesprochen. Dieser behauptete, ihr Vater würde in einem Auto warten. Das Mädchen bemerkte jedoch rasch, dass die Geschichte nicht stimmen konnte.
Als der Mann sie am Arm festgehalten haben soll, gelang der Schülerin die Flucht.
Weitere Vorfälle nur Tage später
Bereits am nächsten Morgen sollen zwei zwölfjährige Mädchen beim Spielplatz im Bacherpark ebenfalls von einem unbekannten Mann angesprochen worden sein. Die beiden Schülerinnen liefen sofort davon.
Am 8. Mai kam es laut MeinBezirk zu einem weiteren Verdachtsfall: Eine neunjährige Schülerin soll gemeinsam mit Schulfreunden im Bereich der Rainergasse von einer Frau angesprochen worden sein. Die Kinder flüchteten daraufhin zurück in ihre Schule.
Schulen warnen Eltern
Die Sorge greift mittlerweile auf mehrere Wiener Bezirke über. Wie Heute berichtete, informierten mehrere Schulen Eltern bereits schriftlich über die Vorfälle. In den Warnungen ist von fremden Erwachsenen die Rede, die Kinder ansprechen und zum Mitkommen drängen sollen.
Demnach sei vergangene Woche ein Kind von einem Mann angesprochen worden. In einem weiteren Fall sollen vier Mädchen von einer Frau zum Mitgehen aufgefordert worden sein.
Pädagogen appellieren deshalb an Eltern, mit ihren Kindern gezielt über solche Situationen zu sprechen und sie für mögliche Gefahren zu sensibilisieren.
Landeskriminalamt ermittelt
Die Wiener Polizei bestätigt mehrere Verdachtsfälle der vergangenen Wochen. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte, hat die Ermittlungen übernommen. Die Befragungen der betroffenen Kinder seien noch nicht abgeschlossen.
Gleichzeitig wurde die Polizeipräsenz rund um Schulen und betroffene Orte verstärkt. Auch die Grätzlpolizisten stehen laut Polizei laufend mit den Schulen in Kontakt. Ob die einzelnen Vorfälle miteinander zusammenhängen, ist derzeit noch unklar.

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