Mit wenig Handgriffen in die Illegalität
Besonders brisant: Der exxpress erkundigte sich bei fünf jugendlichen E-Scooter-Fahrern zwischen neun (!) und 17 Jahren im 22. Bezirk – jeder der Roller schaffe locker mehr als die erlaubten 25 km/h, wurde bestätigt – oft sogar ums Doppelte mehr. Viele Geräte können offenbar mit wenigen Handgriffen auf deutlich mehr als die erlaubten 25 km/h aufgemotzt werden. Laut Polizei existieren dafür „verschiedene elektrotechnische Möglichkeiten“, manche Systeme seien sogar bereits von Herstellerseite vorbereitet. Oft können diese Entdrosselungen der Motorleistung auch durch einfache Mittel schnell deaktiviert werden, was die Erkennung teilweise erschwert. Das sei natürlich illegal, bestätigt die Polizei.
Treffen werden über Social Media organisiert, Racing-Clips danach gepostet
Die Szene organisiert sich dabei häufig über soziale Medien. Dort werden Treffpunkte ausgemacht, Rennen gefilmt und Tuning-Tipps verbreitet. Genau solche „Möchtegern-Rennstars“ – mit Skibrillen, auffälliger Bekleidung und nicht immer mit Helm – sorgten zuletzt auf der Donauinsel für einen Großeinsatz, wie der exxpress berichtete.
Unfälle und Anzeigenflut
Damals flüchteten dutzende Jugendliche vor der Polizei, nachdem sich viele Fußgänger und Radfahrer in Panik an die Exekutive gewandt hatten. Die rückte schnell aus und griff ein. Anzeigen hagelte es wegen fehlender Zulassung, gefährlichen Fahrmanövern und manipulierten Fahrzeugen. Kurz darauf kam es bereits zu mehreren Unfällen – ein Lenker musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Verstärktes Screening und mehr Kontrollen vorm Pfingstwochenende
Die Polizei reagiert nun mit verstärkten Kontrollen. Transportable Rollenprüfstände kommen laut Exekutive inzwischen täglich zum Einsatz – auch spontan im Streifendienst. Damit werden die aufgemotzten Roller vorort schnell entlarvt. Die Botschaft vor dem sonnigen Wochenende ist klar: Die Polizei will diesmal besonders genau hinschauen – nicht nur auf der Donauinsel. „Die Thematik E-Scooter bleibt ein Hauptaugenmerk in der verkehrspolizeilichen Maßnahmensetzung in Wien“, heißt es von der Exekutive.

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