Zwischen Nachrichten, Wetter und Politik wurde es im ZDF plötzlich vulgär: Die Berliner Rapperin Ikkimel trat am Montag gegen 8.30 Uhr in der WM-Arena des „Morgenmagazins” auf und präsentierte ihren Song „Fußballmänner” – inklusive Refrain „Fußballmänner, alles Penner” und weiteren derben Anspielungen auf Bierbauch, Bratwurst und Tanga. Am Ende rief die Musikerin „Guten Morgen Moma!” und kicherte.

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Das Studiopublikum wirkte weniger amüsiert: Viele Zuschauer blieben regungslos, fast paralysiert. Laut dem Schweizer „Blick” saß auch eine Schulklasse im Publikum – zahlreiche Anwesende blickten verlegen zu Boden. In einer Szene streckte die Rapperin einem älteren Herrn im Publikum den Hintern entgegen.

Die Moderatoren Andreas Wunn und Philip Wortmann hatten den Auftritt vorsichtshalber gleich mit einer Einordnung versehen: Die einen würden Ikkimel als Feministin feiern, erklärte Wortmann – andere würden ihr „teilweise vulgären Männerhass” unterstellen.

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„Liebe Fußballmänner, nicht beleidigt sein"

Nach der Performance sah sich Wunn offenbar zu einer Beruhigung des Publikums veranlasst: „Liebe Fußballmänner, nicht beleidigt sein”, so der Moderator. Das sei „Provokation und Kunst” und treffe bei der Gen Z gerade einen Nerv.

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In den sozialen Medien schlug der Auftritt indes hohe Wellen. „Die Gesichter der Kinder vor Ort sprechen Bände”, schrieb ein Nutzer auf X und sprach von einer „peinlichen Aktion”. Andere fanden die Darbietung schlicht komisch: TV-Moderator Micky Beisenherz schrieb auf Instagram von „grotesker Komik” und nannte den Auftritt „Hurz 3.0″ – in Anspielung auf Hape Kerkelings legendären Fernsehstreich.

Ikkimel, die bürgerlich Melina Gaby Strauss heißt, wurde mit provokanten Texten über Partys, Drogen und Sex bekannt, kombiniert mit schnellen Technobeats. Überraschend kam die Darbietung also nicht – die Frage ist eher, was sich das ZDF von der Einladung ins Frühstücksfernsehen erwartet hat. Die Rapperin selbst nahm es mit Humor: „Schnitt aus der Hölle”, kommentierte sie den Auftritt in ihrer Instagram-Story.