Mit Beginn der Sommerferien betrifft die Warnung nicht nur Einheimische, sondern auch Tausende Urlauber, die derzeit an den Stränden der Adria ihre Ferien verbringen. Der kroatische Zivilschutz fordert die Bevölkerung und Urlaubsgäste auf, die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden strikt einzuhalten. Besonders zwischen 10 und 17 Uhr sollte direkte Sonneneinstrahlung möglichst vermieden werden.

Empfohlen werden helle, luftige Kleidung, Kopfbedeckungen sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wer körperlich arbeitet oder Sport treibt, sollte regelmäßige Pausen im Schatten einlegen und konsequent trinken.

Kinder und Tiere niemals im Auto zurücklassen

Besonders eindringlich warnen die Behörden davor, Kinder oder Haustiere in abgestellten Fahrzeugen zurückzulassen. Bereits nach wenigen Minuten können sich Fahrzeuge auf lebensgefährliche Temperaturen aufheizen.

Auch in Wohnungen, Hotels und Ferienapartments sollte tagsüber möglichst wenig Wärme eindringen. Fenster und Rollläden sollten geschlossen bleiben, während die kühleren Nachtstunden zum Lüften genutzt werden können.

Kroatien besonders stark betroffen

Die Warnungen kommen nicht überraschend. Laut einer wissenschaftlichen Untersuchung, die in der Fachzeitschrift „The Lancet Planetary Health“ veröffentlicht wurde, weist Kroatien innerhalb der Europäischen Union das höchste Risiko für hitzebedingte Todesfälle auf.

Demnach liegt die hitzebedingte Sterblichkeitsrate bei rund 27 Todesfällen pro 100.000 Einwohner. Besonders betroffen ist die Region rund um die ostkroatische Stadt Osijek.

Europaweit forderten extreme Temperaturen allein im Sommer 2024 laut Forschern des Barcelona Institute for Global Health (ISGlobal) zehntausende Todesopfer.

Wenn Hitze zur Gefahr wird

Hohe Temperaturen belasten den menschlichen Organismus erheblich. Durch starkes Schwitzen verliert der Körper große Mengen an Flüssigkeit und wichtigen Mineralstoffen. Mögliche Folgen sind Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Schwindel oder Konzentrationsstörungen.

Besonders gefährlich wird es bei einem Hitzschlag. Dabei steigt die Körpertemperatur auf über 40 Grad an und die natürlichen Kühlmechanismen versagen. Ohne rasche medizinische Behandlung kann es zu schweren Organschäden kommen. Zu den typischen Warnsignalen zählen starker Durst, ungewöhnliche Müdigkeit, Übelkeit, Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit. Besonders ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit Vorerkrankungen gehören zu den Risikogruppen.

Die kroatischen Behörden appellieren daher an alle Urlauber, die Hitze nicht zu unterschätzen. Wer die Empfehlungen beachtet und ausreichend auf seinen Körper achtet, kann die Ferien an der Adria dennoch sicher genießen.