Wegen der gefährlichen Eigenschaften der Chemikalie wurden umgehend zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert. Neben Feuerwehr, Rettung und Polizei wurde auch die zuständige Wasserrechtsbehörde hinzugezogen.
Spezialkräfte kämpfen gegen die Ausbreitung
Rund 40 Feuerwehrleute standen mehrere Stunden im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Schadstoffexperten aus den Bezirken Melk und Amstetten.
Gemeinsam gelang es den Einsatzkräften, die ausgelaufene Flüssigkeit zu binden und unter Kontrolle zu bringen. Der beschädigte Behälter wurde anschließend aus der Halle entfernt und ins Freie gebracht, um weitere Risiken zu minimieren.
Zwei Personen leicht verletzt
Bei dem Zwischenfall wurden zwei Personen leicht verletzt. Sie wurden nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht.
Über die genaue Art der Verletzungen wurden zunächst keine weiteren Details bekanntgegeben. Nach bisherigen Informationen des ORF bestand jedoch keine akute Lebensgefahr.
Auch Auswirkungen auf die Umwelt wurden bislang nicht festgestellt. Laut Polizei liegen derzeit keine Hinweise auf Verunreinigungen außerhalb des Betriebsgeländes vor.
Ameisensäure zählt zu den stark reizenden Chemikalien
Ameisensäure ist die einfachste Form der sogenannten Carbonsäuren. Die farblose Flüssigkeit kommt sowohl in industriellen Anwendungen als auch in bestimmten Bereichen der Naturheilkunde zum Einsatz.
Gleichzeitig gilt sie jedoch als stark reizend und kann bei unsachgemäßem Umgang erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen.
Bereits der Kontakt mit konzentrierten Dämpfen kann Augen und Atemwege reizen. Gelangt Ameisensäure in höherer Konzentration auf die Haut, drohen schwere Verätzungen und Blasenbildungen.
In extremen Fällen können Vergiftungserscheinungen auftreten, die unter anderem zu Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit sowie Schädigungen von Leber, Nieren und Blut führen können. Auch Entzündungen der Lunge oder Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems werden als mögliche Folgen beschrieben.

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