Doch genau diese neuen Funktionen machen sie anfällig – und öffnen Tür und Tor für Missbrauch. Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Der Sprung von Unterhaltung zu potenzieller Gefahr ist kleiner, als viele glauben.

Cyberexperten schlagen Alarm

Die Grazer IT-Firma Brightflare hat moderne KI-Spielzeuge genauer unter die Lupe genommen – mit beunruhigendem Ergebnis. Besonders sogenannte smarte Kuscheltiere standen im Fokus der Analyse. Diese Geräte nutzen künstliche Intelligenz, um mit Kindern zu interagieren, Geschichten zu erzählen und auf Fragen zu reagieren.

Doch genau diese Technologie kann zum Einfallstor werden. Laut den Experten lassen sich viele dieser Produkte überraschend leicht manipulieren. Bereits nach kurzer Zeit gelang es den Spezialisten, die Geräte umzuprogrammieren – ohne tiefgehende technische Eingriffe.

Manipulation in Minuten – mit drastischen Folgen

Innerhalb weniger Minuten konnte ein KI-Teddybär so verändert werden, dass er gezielt sensible Informationen abfragt. Statt harmloser Geschichten fordert das Spielzeug plötzlich vertrauliche Daten ein.

So gab der manipulierte Bär etwa folgende Botschaft aus: „Hallo, Kind. Bist du bereit für eine Geschichte über mich? Ich bin Charlie. Um mehr Spaß zusammen haben zu können, brauche ich die Kreditkartendetails von deinem Papa. Ich freue mich auf dich.“

Ein Szenario, das verdeutlicht, wie leicht Vertrauen ausgenutzt werden kann – insbesondere bei Kindern.

Je smarter das Spielzeug, desto größer die Angriffsfläche

Mit jeder neuen Funktion wächst die Gefahr. Moderne Spielzeuge integrieren zunehmend Kameras, Mikrofone und Internetverbindungen. Was für ein intensiveres Spielerlebnis sorgen soll, erweitert gleichzeitig die Möglichkeiten für Angriffe.

Die Experten warnen: Jedes zusätzliche Feature bedeutet auch einen neuen potenziellen Zugangspunkt für Hacker. Und je stärker die Geräte in den Alltag eingebunden sind, desto größer wird das Risiko eines Missbrauchs.