Damit setzt sich der langjährige Aufwärtstrend fort. Auch der Anteil der Gesundheitsausgaben an der gesamten Wirtschaftsleistung erhöhte sich erneut. Nach aktuellen Berechnungen fließen mittlerweile 11,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in das Gesundheitssystem. Das entspricht einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte gegenüber 2024.

Für Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk markiert das Jahr 2025 einen Meilenstein: Erstmals wurden mehr als 60 Milliarden Euro für Gesundheit aufgewendet. Gleichzeitig fiel das Wachstum etwas geringer aus als im Vorjahr, als die Ausgaben noch um 8,3 Prozent gestiegen waren

Öffentliche Hand trägt Großteil der Kosten

Den größten Teil der Ausgaben stemmen weiterhin Bund, Länder, Gemeinden und die Sozialversicherungsträger. Sie finanzierten 2025 rund 46,4 Milliarden Euro und damit knapp drei Viertel aller laufenden Gesundheitsausgaben.

Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 5,9 Prozent. Zwar liegt dieser Wert unter dem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 6,6 Prozent zwischen 2018 und 2024, dennoch bleibt die Kostenentwicklung auf hohem Niveau.

Auch private Ausgaben steigen deutlich

Nicht nur der Staat, sondern auch private Haushalte müssen immer tiefer in die Tasche greifen. Die Ausgaben von Privatpersonen, privaten Krankenversicherungen, Unternehmen sowie gemeinnützigen Organisationen beliefen sich 2025 auf rund 15 Milliarden Euro.

Das entspricht einem Anstieg von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wächst dieser Bereich sogar stärker als die öffentlichen Gesundheitsausgaben. Zum Vergleich: Zwischen 2018 und 2024 lag das durchschnittliche jährliche Wachstum hier bei rund fünf Prozent.

Demografie und Versorgung als Kostentreiber

Zu den wichtigsten Ursachen für die steigenden Ausgaben zählen die alternde Bevölkerung, höhere Personalkosten im Gesundheitsbereich, medizinischer Fortschritt sowie der zunehmende Bedarf an Pflege- und Gesundheitsleistungen.

Mit den nunmehr 61,3 Milliarden Euro erreicht das österreichische Gesundheitssystem einen neuen Höchststand. Gleichzeitig wächst der Druck auf Politik und Sozialversicherung, langfristig tragfähige Lösungen für die Finanzierung des Gesundheitswesens zu finden.