Wer heuer in Griechenland badet, sollte auch im seichten Wasser aufmerksam bleiben. Der invasive Hasenkopf-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus) taucht zunehmend an beliebten Stränden auf – besonders in der Region Attika rund um Athen, etwa in Varkiza, Vouliagmeni und Saronida.
Tiefe Wunden durch starke Kiefer
Der Fisch stammt ursprünglich aus tropischen Gewässern und gelangte über den Suezkanal ins Mittelmeer. Mit seinen kräftigen, schnabelartigen Kiefern kann er schwere Bissverletzungen verursachen. In Varkiza musste eine ältere Frau nach einem Angriff im Krankenhaus behandelt und genäht werden.
Verzehr kann tödlich enden
Der Biss selbst gilt nicht als giftig. Lebensgefährlich ist jedoch der Verzehr: Der Körper des Fisches enthält Tetrodotoxin, ein starkes Nervengift. Es kann Taubheitsgefühle, Lähmungen und im schlimmsten Fall Atemstillstand auslösen. Kein Körperteil gilt als sicher essbar.
Das rät das Rote Kreuz
Nach einem Biss sollte die Wunde sofort mit sauberem, fließendem Wasser und Seife gereinigt werden. Blutungen sollen mit Druck gestillt werden. Danach ist rasch ärztliche Hilfe nötig. Bei schweren Verletzungen oder abgelegenen Stränden sollen Betroffene 112 oder den griechischen Rettungsdienst 166 wählen.
Auch in der Adria aufgetaucht
Die invasive Art wurde bereits auch vor Kroatien, Italien und Slowenien nachgewiesen. Experten machen steigende Wassertemperaturen und fehlende natürliche Feinde für die Ausbreitung verantwortlich. Für Urlauber heißt das: Fische in Küstennähe nicht anfassen, nicht füttern und Abstand halten.

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