Wann ist Sprit am billigsten?
In Österreich gilt seit 2011 die Spritpreisverordnung: Tankstellen dürfen ihre Preise nur einmal täglich um 12:00 Uhr mittags erhöhen. Danach können die Preise im Laufe des Tages sinken, weil Tankstellen einander unterbieten. Der günstigste Zeitpunkt zum Tanken ist daher meist am späten Vormittag – kurz vor 12:00 Uhr.
Besonders teuer ist es oft direkt nach 12:00 Uhr mittags, wenn die neuen, höheren Preise gelten. Wer zeitlich flexibel ist, sollte diesen Zeitpunkt meiden.
Spritpreis-Apps und Vergleichsportale
Der E-Control-Spritpreisrechner zeigt die Preise aller österreichischen Tankstellen. Auch Apps wie „Billig Tanken“ oder der ARBÖ-Spritpreisvergleich helfen, die günstigste Tankstelle in der Nähe zu finden. Der Preisunterschied zwischen der teuersten und der billigsten Tankstelle in derselben Stadt beträgt oft 10 bis 15 Cent pro Liter – bei 50 Litern sind das bis zu 7,50 Euro pro Tankfüllung.
Autobahntankstellen vs. Ort
Tankstellen an Autobahnen und Schnellstraßen sind fast immer deutlich teurer als Tankstellen im Ort. Der Aufpreis kann deutlich ausfallen. Wer die nächste Ausfahrt nimmt und wenige Minuten Umweg in Kauf nimmt, spart bei einer vollen Tankfüllung schnell zehn Euro oder mehr.
Diesel oder Benzin: Was lohnt sich?
Diesel ist an der Zapfsäule nicht automatisch günstiger als Benzin. Ob sich ein Dieselfahrzeug lohnt, hängt vom Fahrzeugmodell, vom aktuellen Kraftstoffpreis, von der jährlichen Fahrleistung und von den laufenden Kosten ab. Eine fixe Faustregel gibt es nicht.
Spritsparend fahren: Bis zu 20 Prozent weniger Verbrauch
Der Fahrstil hat enormen Einfluss auf den Verbrauch. Früh hochschalten, vorausschauend fahren und den Motor beim längeren Stehen abschalten – diese drei Grundregeln senken den Verbrauch um bis zu 20 Prozent.
Konkret bedeutet das: Bei 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsten Gang wechseln, gleichmäßig beschleunigen statt ständig Gas geben und bremsen, und Tempomaten auf der Autobahn nutzen. Auch überflüssiges Gewicht im Kofferraum erhöht den Verbrauch: 100 Kilogramm Zusatzgewicht bedeuten rund 0,3 Liter Mehrverbrauch auf 100 Kilometer.
Reifendruck und Wartung
Zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand und damit den Spritverbrauch um bis zu drei Prozent. Der richtige Druck steht im Türrahmen oder in der Bedienungsanleitung – er sollte mindestens einmal monatlich kontrolliert werden. Auch ein sauberer Luftfilter und regelmäßige Inspektionen halten den Motor effizient.
Bewusst tanken spart bares Geld
Wer den richtigen Zeitpunkt wählt, Preise vergleicht und den Fahrstil anpasst, kann die jährlichen Spritkosten deutlich senken. Die Kombination aus klugem Tanken und effizientem Fahren macht den größten Unterschied.

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