Nach der bereits beschlossenen Abschaffung der Punkteteilung gehen vielen Vereinen die Änderungen nicht weit genug. In internen Gesprächen wird intensiv über eine Aufstockung der Liga diskutiert. Statt wie bisher zwölf Teams könnten künftig 16 – oder sogar 18 – Klubs im Oberhaus spielen. Die Gespräche sind weit fortgeschritten, eine Entscheidung ist aber noch offen, berichtet der Kurier.

Vor allem kleinere Bundesligisten sowie ambitionierte Zweitligisten treiben die Idee voran. Für sie geht es um mehr als nur Sport: Der Abstieg bedeutet massive finanzielle Einbußen bei TV-Geldern und Einnahmen – ein Risiko, das viele Vereine minimieren wollen.

Kampf ums Überleben

Hinter der Reform steckt ein klares Ziel: mehr Planungssicherheit. Klubs investieren Millionen in Infrastruktur, Nachwuchs und Stadien – doch der drohende Absturz in die 2. Liga bleibt ein ständiges Risiko. Eine größere Liga könnte diesen Druck deutlich reduzieren.

Auch strukturell ist Bewegung drin: Arbeitsgruppen prüfen verschiedene Modelle, für eine Umsetzung braucht es allerdings eine Zweidrittelmehrheit der Vereine. Insider berichten, dass nur noch wenige Stimmen fehlen könnten.

Große Klubs auf der Bremse

Doch nicht alle sind begeistert. Vor allem Topklubs sehen die Gefahr, dass das sportliche Niveau sinken könnte. Zudem würde es weniger direkte Duelle unter den stärksten Teams geben.

Ein weiteres Problem: der laufende TV-Vertrag mit Sky. Änderungen am Format dürften finanzielle Konflikte auslösen, der Pay-TV-Sender könnte eine Aufstockung blockieren.