Der aktuelle Fall sorgt für besondere Brisanz, weil Handys hinter Gittern als massives Sicherheitsrisiko gelten. Über sie können Insassen Kontakte nach außen pflegen – und im schlimmsten Fall sogar neue Straftaten organisieren.

Wie die Kronen Zeitung berichtete, wurde die Mitarbeiterin vergangene Woche von Justizwachebeamten direkt beim Schmuggel erwischt. Laut Heute bestätigte auch das Ministerium die Suspendierung – Details zum Vorgehen der Kontrollen oder möglichen Versäumnissen bleiben jedoch offen.

Handys als Einfallstor für neue Verbrechen

Warum die Aufregung so groß ist, zeigt ein jüngster Fall aus der Steiermark: Ein Häftling nutzte ein eingeschmuggeltes Handy, um eine Frau zur Prostitution zu zwingen und kassierte zehntausende Euro, die er letztlich verspielte. Der Mann wurde später zu zusätzlicher Haft verurteilt. Laut Heute zeigt dieser Fall exemplarisch, wie gefährlich unerlaubte Kommunikation aus dem Gefängnis heraus sein kann.

Kein Einzelfall: Schmuggel zieht sich durch Österreichs Gefängnisse

Diese Skandale sind allerdings keine Einzelfälle – sondern reihen sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein.

Erst im Jänner wurde in der Justizanstalt Eisenstadt ein raffinierter Schmuggelversuch gestoppt: Zwei Handys und eine Smartwatch waren in Schuhsohlen versteckt. Laut Kurier fiel das verdächtige Paket nur dank der Erfahrung der Beamten bei der Röntgenkontrolle auf.

Noch gravierender war ein Fall in Graz: Dort schleuste eine Justizwachebeamtin über Jahre hinweg Dutzende Mobiltelefone sowie Drogen in die Karlau. Laut der Kleinen Zeitung gestand die Frau, mindestens 79 Handys ins Gefängnis gebracht und damit über 40.000 Euro verdient zu haben. Am Ende wurde sie zu einer teilbedingten Haftstrafe verurteilt.