Die Studienautoren sind besorgt. Ihre Untersuchung in Israel ergab: Nach einer Impfung war zwar das Risiko eines schweren Covid-Verlaufs für Menschen zwischen 16 und 40 Jahren relativ gering, gleichzeitig stieg aber die Anzahl der Notrufe wegen Herzstillständen um 25 Prozent.

Die Studie verglich die Fälle von Notrufen wegen Herzstillständen bei der Zielgruppe im Jahr 2020, als noch kein Impfstoff entwickelt war, mit den Zahlen vom Jänner bis Mai 2021, als in Israel bereits die zweite Dosis injiziert wurde. In beiden Zeiträumen waren die Neuinfektionszahlen ungefähr gleich hoch. Im Jahr 2021 war die Anzahl der Rettungseinsätze wegen Herzstillständen jedoch um 25 Prozent höher.

Studienautoren: "Ergebnisse geben Anlass zur Sorge"

Auch wenn in der Studie betont wird, dass man den Zusammenhang zwischen der Impfung und den Notrufen nicht kausal überprüft habe, seien die Ergebnisse dennoch besorgniserregend und müssten weiter untersucht werden. “Die Ergebnisse geben Anlass zur Sorge hinsichtlich unentdeckter schwerer kardiovaskulärer (Anm.: das Herz und das Gefäßsystem betreffenden) Nebenwirkungen durch Impfstoffe und unterstreichen den bereits etablierten kausalen Zusammenhang zwischen Impfstoffen und Myokarditis (Herzmuskelentzündung), einer häufigen Ursache für unerwarteten Herzstillstand bei jungen Menschen”, urteilen die Studienautoren.

Mit anderen Worten: Die Forscher schließen schwere Nebenwirkungen bei jungen Menschen bis hin zu Herzmuskelentzündung samt plötzlichem Herzstillstand nicht aus.