Die drei Österreicher waren mit ihrem Segelboot in der Nähe des Kap Kamenjak an der Südspitze Istriens unterwegs, als sie von der sogenannten „Nevera“, einem für die Adria typischen heftigen Sommersturm, überrascht wurden.
Das Segelschiff erlitt Schiffbruch. Die Besatzung konnte sich noch rechtzeitig in eine Rettungsinsel retten und auf Hilfe warten.
Die Hafenkapitänin von Pula koordinierte schließlich die Rettungsaktion. Die drei Segler konnten unverletzt geborgen werden, berichtet oe24.
Chaos auf der Insel Unije
Besonders dramatisch entwickelte sich die Lage auf der Insel Unije. In der beliebten Potkujni-Bucht trafen Windböen von bis zu 111 km/h auf zahlreiche vor Anker liegende Boote.
Die gewaltigen Kräfte rissen Anker und Festmacher los. Rund sieben Yachten mit insgesamt fast 50 Menschen an Bord wurden gleichzeitig auf Grund gedrückt.
Einheimische und Rettungskräfte eilten den betroffenen Crews in der Nacht zur Hilfe. Trotz erheblicher Schäden an den Booten kamen nach Angaben der Behörden alle Beteiligten mit dem Schrecken davon.
Auch auf den Inseln Susak und Lošinj hinterließ das Unwetter eine Spur der Verwüstung. Eine Wasserhose zog über mehrere Campingplätze und entwurzelte zahlreiche Bäume.
Rund 50 große Kiefern stürzten auf Autos, Wohnwagen und Zelte. Zwei Menschen wurden dabei verletzt.
Behörden warnen vor weiteren Unwettern
Der Sturm zeigt einmal mehr, wie schnell sich das Wetter an der Adria verändern kann. Besonders Segler und Wassersportler werden von den Behörden regelmäßig vor der gefährlichen Nevera gewarnt, die innerhalb weniger Minuten mit Orkanböen, Starkregen und hohen Wellen aufziehen kann.
Für die betroffenen Urlauber bleibt nach der stürmischen Nacht vor allem die Erleichterung, dass die Naturgewalten zwar enorme Sachschäden verursachten, der Großteil der Menschen jedoch unverletzt blieb.

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