Die hellsten Planeten treffen sich am Abendhimmel

Etwa 90 Minuten nach Sonnenuntergang sind die beiden Planeten besonders gut zu erkennen. Sie erscheinen als auffälliges Lichtpaar über dem westlichen Horizont. Oberhalb davon sind die Sterne Kastor und Pollux im Sternbild Zwillinge sichtbar. Die Venus strahlt dabei deutlich heller als ihr großer Nachbar und gewinnt im Verlauf des Monats weiter an Helligkeit.

Was hinter der Konjunktion steckt

Wie der Münchner Merkur berichtete, handelt es sich bei dem Ereignis um eine sogenannte Konjunktion. Dabei stehen zwei Himmelskörper von der Erde aus betrachtet scheinbar sehr nahe beieinander, obwohl sie im Weltraum durch enorme Distanzen getrennt sind.

Am Höhepunkt der Annäherung beträgt der scheinbare Abstand lediglich 1,6 Grad. Das entspricht etwas mehr als der Breite eines ausgestreckten kleinen Fingers auf Armlänge. Für die Beobachtung sind weder Teleskop noch Fernglas erforderlich.

Fernglas zeigt sogar Jupiters Monde

Wer dennoch zu einem Fernglas greift, kann rund um den 9. Juni nicht nur Venus und Jupiter gleichzeitig beobachten. Auch die vier großen Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto lassen sich dann gemeinsam im selben Sichtfeld erkennen.

Merkur sorgt für seltenes Dreifach-Schauspiel

In den ersten Junitagen gesellt sich zudem Merkur hinzu. Der Planet erscheint tief über dem Nordwesthorizont und bildet zusammen mit Venus und Jupiter eine auffällige Dreiergruppe am Abendhimmel. Dieses Schauspiel ist jedoch nur von kurzer Dauer, da Merkur nach dem 10. Juni zunehmend schwerer zu erkennen sein wird.

Abschied von Jupiter, Rückkehr von Saturn

Für Jupiter endet gleichzeitig die aktuelle Beobachtungssaison. Im Laufe des Monats sinkt der Planet immer früher unter den Horizont und verschwindet gegen Ende Juni weitgehend aus dem Blickfeld.

Währenddessen kehrt Saturn an den Morgenhimmel zurück. Anfang Juni geht er noch in den frühen Morgenstunden im Osten auf, später wird er bereits deutlich früher sichtbar. Zudem nimmt seine Helligkeit im Verlauf des Monats weiter zu.

Sommerdreieck prägt den Nachthimmel

Auch die Sterne bieten im Juni zahlreiche Beobachtungsmöglichkeiten. Gegen 23 Uhr steht das Sommerdreieck vollständig über dem Horizont. Es wird von den hellen Sternen Wega, Deneb und Atair gebildet und prägt den Himmel während der kommenden Sommermonate.

Zwischen Arktur und Wega richtet sich der Blick vieler Astronomen zudem auf das Sternbild Nördliche Krone. Dort wird weiterhin das mögliche Auftreten einer Nova erwartet – eines Sterns, der plötzlich stark an Helligkeit zunimmt und für einige Tage sogar mit bloßem Auge sichtbar werden könnte.