Nach Ansicht des Kärntner Landeshauptmanns orientiert sich die derzeitige Ferienregelung an historischen Gegebenheiten, die längst nicht mehr zur heutigen Realität passen.
Die Sommerferien seien vor rund 80 Jahren an die landwirtschaftlichen Erntezeiten angepasst worden. Doch durch den Klimawandel und die steigenden Temperaturen habe sich auch die Landwirtschaft verändert. berichtet oe24.
“Heute holt der Landwirt die Ernte ein, wenn sie reif ist – und nicht dann, wann es vor 80 Jahren üblich gewesen ist”, argumentiert Fellner.
Hitze verschiebt auch die Ernte
Als Begründung verweist der SPÖ-Politiker darauf, dass sich die landwirtschaftliche Haupternte aufgrund von Hitze und Trockenheit mittlerweile um rund zwei Wochen nach vorne verschoben habe.
Deshalb sei es aus seiner Sicht nur konsequent, auch die Sommerferien entsprechend anzupassen.
Neben der Entlastung während der heißen Sommerwochen sieht Fellner einen weiteren pädagogischen Vorteil.
Durch einen früheren Ferienbeginn würde nach den Sommerferien bis zu den Herbstferien rund zwei Wochen mehr reguläre Unterrichtszeit zur Verfügung stehen. Diese zusätzliche Lernphase würde den Herbstferien aus seiner Sicht deutlich mehr pädagogischen Sinn verleihen.
Bund soll rasch handeln
Der Kärntner Landeshauptmann fordert nun den Bund auf, die notwendigen gesetzlichen Änderungen rasch einzuleiten.
Sein Ziel ist ambitioniert: Bereits im kommenden Jahr sollen Schülerinnen und Schüler nach seinen Vorstellungen zwei Wochen früher in die Sommerferien starten können.
Mit seinem Vorstoß stößt Fellner eine neue Diskussion über die Anpassung des österreichischen Schulkalenders an die Folgen des Klimawandels an.
Steigende Temperaturen, immer häufigere Hitzetage und aufgeheizte Klassenzimmer sorgen seit Jahren für Diskussionen über Hitzeschutzmaßnahmen an Schulen. Ob eine Vorverlegung der Sommerferien tatsächlich umgesetzt wird, liegt nun in den Händen des Bundes.

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