Als Reaktion darauf hat die Stadtverwaltung mehr als 300 kostenlose Kühlzentren („Cooling Centers“) eingerichtet, die Schutz vor der Belastung bieten sollen. Denn der Aufenthalt im Freien wird zunehmend unerträglich.
Seit dem 1. April liegt der sogenannte Hitzeindex laut der Zeitung Bangkok Post konstant im kritischen Bereich von 42 bis knapp 52 Grad Celsius. Die Zeitung beruft sich dabei auf die „Bangkok Metropolitan Administration” (BMA). Der Hitzeindex (HI) beschreibt die tatsächlich gefühlte Temperatur unter Berücksichtigung von Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit. Zwar gilt der April traditionell als heißester Monat in Thailand, doch die Temperaturen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
Warnung vor Schwindel und Krämpfen
Für viele Menschen wird der Aufenthalt im Freien somit zunehmend zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko. Die Behörden raten dringend dazu, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und auf Warnzeichen wie Schwindel, Erschöpfung oder Hitzekrämpfe zu achten – speziell in den heißesten Stunden des Tages, also mittags und nachmittags.
Das Netz der Kühlzentren umfasst Hunderte klimatisierte Einrichtungen, darunter Bibliotheken, Gesundheitszentren, Schulen und Verwaltungsgebäude. Ergänzt wird es durch zahlreiche schattige Außenbereiche.
Für wen sind die Kühl-Zentren gedacht?
Das Ziel besteht darin, dass alle Einwohner möglichst schnell einen solchen Zufluchtsort erreichen können – insbesondere in Wohngebieten ohne eigene Klimaanlagen. „Wir wollen sicherstellen, dass einkommensschwache Bewohner innerhalb von 15 Minuten ein Kühlzentrum erreichen können”, sagte Pornphrom Vikitsreth, ein Berater des örtlichen Gouverneurs.
Die Resonanz ist groß: Allein in den ersten Wochen wurden Zehntausende Besucher gezählt. Viele Menschen nutzen die Zentren demnach nicht nur zur Abkühlung, sondern auch zum Ausruhen, Arbeiten oder Lernen. Touristen und einkommensstärkere Thais kühlen sich hingegen meist in klimatisierten Lokalen oder einem der vielen Shoppingcenter ab.

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