Die gute Nachricht vorweg: Eine akute Gesundheitsgefahr besteht laut AK nicht. Doch die Ergebnisse zeigen deutliche Qualitätsunterschiede – und werfen Fragen auf.

BPA kann Hormonhaushalt beeinflussen

In fünf konventionellen Pestos wurden Rückstände von BPA nachgewiesen. Der Stoff kann laut europäischer Lebensmittelbehörde EFSA das Hormonsystem beeinflussen und sich negativ auf Fruchtbarkeit sowie Immunsystem auswirken.

Besonders heikel: Beim am stärksten belasteten Produkt könnte bereits der regelmäßige Konsum kleiner Mengen dazu führen, dass der als sicher geltende Grenzwert überschritten wird. Für eine Person mit 60 Kilogramm Körpergewicht reichen laut AK schon drei Teelöffel pro Woche. Die EU hat inzwischen reagiert und BPA in Materialien verboten, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen – etwa in Beschichtungen von Dosen.

Schimmelgifte und Pestizide entdeckt

Neben BPA fanden die Tester auch sogenannte Alternariatoxine in vier Produkten. Diese entstehen durch Schimmelpilze auf Tomaten und stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich oder sogar krebserregend zu sein.

Auch Pestizidrückstände wurden in fast allen konventionellen Pestos nachgewiesen. Zwar sind die Mengen gering, doch über mögliche Wechselwirkungen mehrerer Stoffe ist bislang wenig bekannt.

In Einzelfällen stießen die Prüfer zudem auf besonders problematische Substanzen: ein Fungizid, das als fortpflanzungsschädigend gilt, sowie ein Insektizid, das als hochgefährlich für Umweltorganismen eingestuft wird.

Bio-Produkte schneiden deutlich besser ab

Auffällig ist der Unterschied zwischen Bio und konventioneller Ware. Alle Bio-Pestos waren frei von Pestiziden, vier davon sogar komplett ohne gesundheitlich bedenkliche Rückstände. Mehrere Bio-Produkte zählen deshalb zu den Testsiegern.