Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf den 24. Juni in einem Haus an der Arbeiterstrandbadstraße im Bereich der Alten Donau. Die junge Frau schlief neben ihrem Ehemann, als sie gegen 3.50 Uhr plötzlich Berührungen an ihrem Oberkörper wahrnahm.

Zunächst hielt sie die Streicheleinheiten offenbar für Zärtlichkeiten ihres Partners. Als sie jedoch genauer hinsah, erkannte sie einen fremden Mann unmittelbar neben ihrem Bett.

Die 26-Jährige begann laut zu schreien. Daraufhin ergriff der Unbekannte sofort die Flucht, berichtet die Krone.

Polizei fahndete sogar mit Hubschrauber

Nach dem Notruf leitete die Polizei eine groß angelegte Fahndung ein. Auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz, der Täter konnte jedoch nicht mehr gefunden werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte der Mann über ein gekipptes Fenster im Erdgeschoß in das Haus eingedrungen sein. Die Ermittler sicherten Einbruchsspuren und nahmen laut Polizeisprecherin Anna Gutt sogar Abdrücke vom Arm des Opfers, in der Hoffnung, verwertbare Fingerabdrücke des Täters sichern zu können.

Täter nahm nichts mit

Besonders rätselhaft ist das Motiv des Einbrechers. Nach bisherigen Ermittlungen wurde aus dem Haus nichts gestohlen. Alles deutet darauf hin, dass der Mann das Gebäude ausschließlich betreten hatte und anschließend die schlafende Frau berührte.

Vergleichbare Fälle seien der Polizei bislang nicht bekannt. Der Vorfall sorgt auch deshalb für große Verunsicherung im Grätzel, weil die Gegend bereits vor einigen Jahren durch ein besonders schweres Gewaltverbrechen erschüttert wurde. Damals wurde eine hochbetagte Frau nach einem Einbruch getötet.

Ob zwischen den beiden Fällen irgendein Zusammenhang besteht, gibt es derzeit keinerlei Hinweise. Die Ermittlungen zum aktuellen Einbruch laufen auf Hochtouren.