Ehemann als brutaler Zuhälter

Laut Anklage soll der Mann seine Frau bedroht, geschlagen und gezielt mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht haben. Danach habe er sie über Jahre gegen ihren Willen an fremde Männer vermittelt – und selbst an den sexuellen Dienstleistungen verdient.

Angeklagter soll Inserate geschalten haben

Besonders schockierend: Der Angeklagte soll laut Spiegel Inserate im Internet geschaltet und die Treffen persönlich organisiert haben. Insgesamt soll er damit mehr als 500.000 schwedische Kronen verdient haben – umgerechnet rund 46.000 Euro. Die Frau gilt laut Staatsanwaltschaft als besonders „schutzbedürftig“. Sie fordert nun umgerechnet rund 100.000 Euro Entschädigung.

Erschütternde Parallele

In Schweden erinnert der Fall viele an den international bekannten Missbrauchsfall rund um Gisèle Pelicot. Deren Ex-Mann hatte sie betäubt und anderen Männern zur Vergewaltigung angeboten. Der Angeklagte in Schweden sitzt seit Oktober 2025 in Untersuchungshaft. Ausgelöst wurde der Fall, nachdem seine Frau selbst zur Polizei gegangen war und Anzeige erstattete.

Vergangenheit bei den „Hells Angels"?

Besonders brisant: Laut Berichten soll der Mann früher ein ranghohes Mitglied der Rockergruppe Hells Angels gewesen sein. Auch den Männern, die Sex mit der Frau gekauft haben sollen, drohen nun Konsequenzen. Denn in Schweden ist der Kauf sexueller Dienstleistungen strafbar.