Wie die britische Sunday Times nach Auswertung von rund 600 Seiten Gerichtsakten berichtet, versuchte Henry Nowak noch im Angesicht des Todes, sich gegen die Vorwürfe seines Angreifers zu verteidigen.
Der Zeuge Andrew Mortimore hörte in der Nacht des 3. Dezember 2025 einen heftigen Streit vor seinem Wohnhaus in Southampton. Als er aus dem Fenster blickte, vernahm er den Satz: „Ich bin kein Rassist.“ Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Nowak diese Worte sprach, als er bereits schwer verletzt am Boden lag, berichtet Apollo News.
„Nein, habe ich nicht!“ – Selbst im Notruf widersprach Nowak
Besonders brisant: Während der Bruder des späteren Täters die Polizei anrief und behauptete, Henry Nowak habe seinen Bruder rassistisch beleidigt, ist laut Gerichtsakten im Hintergrund eine weitere Stimme zu hören.
„Nein, habe ich nicht!“, soll Nowak gerufen haben – ein verzweifelter Widerspruch gegen die Anschuldigungen, die wenig später den Einsatz der Polizei entscheidend beeinflussen sollten.
Heimliche Aufnahme belastet den Täter schwer
Für den später verurteilten Täter Vickrum Digwa wurde schließlich ein heimlich aufgezeichnetes Gespräch zum Verhängnis.
Die Polizei transportierte ihn gemeinsam mit seinem Bruder in einem präparierten Fahrzeug. Dort gestand Digwa die Messerattacke indirekt und zeigte seinem Bruder, an welchen Körperstellen er auf Nowak eingestochen hatte.
Als der Bruder fragte, warum er ihn nicht einfach geschlagen habe, soll Digwa geantwortet haben:
„Ich bin ein Idiot.“
Die Akten schildern erschütternde Szenen. Mehrere Nachbarn beschrieben das Geschrei als immer aggressiver und beinahe „animalisch“.
Ein Zeuge hörte Henry Nowak sogar rufen: „Ich werde sterben.“
Laut den Ermittlungen hatte Digwa seinem Opfer zuvor das Mobiltelefon entrissen und bis zu seiner Festnahme bei sich behalten.
Ex-Freundin widerspricht Rassismus-Vorwürfen
Auch die frühere Freundin des Studenten widerspricht den Vorwürfen entschieden. Die junge Frau mit jamaikanischen und irischen Wurzeln erklärte, Henry habe niemals rassistische Ansichten vertreten.
Im Gegenteil: Seine Partnerin berichtete, er sei sogar stolz auf ihre Herkunft gewesen. Die Anschuldigungen gegen ihn seien völlig unbegründet gewesen.
Messerattacke mit Zeremonienwaffe
Der Täter, Vickrum Digwa, der der Religionsgemeinschaft der Sikhs angehört, begegnete Nowak in der Tatnacht zufällig. Laut Gericht griff er den Studenten mit einem Zeremonienmesser an und fügte ihm tödliche Verletzungen zu.
Der Fall sorgte landesweit für Entsetzen, weil die Polizei zunächst der Darstellung des Täters glaubte. Obwohl Henry Nowak mehrfach erklärte, dass er mit einem Messer angegriffen worden sei und kaum noch Luft bekomme, wurde zunächst er selbst festgenommen.
Kurze Zeit später starb der 18-Jährige.
Der Tod Henry Nowaks hat in Großbritannien eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Kritiker werfen den Behörden vor, die Aussagen des Opfers zu wenig berücksichtigt und den Vorwürfen gegen ihn vorschnell Glauben geschenkt zu haben.
Die nun veröffentlichten Gerichtsakten könnten diese Debatte weiter anheizen – denn sie zeichnen das Bild eines jungen Mannes, der bis zu seinem letzten Atemzug versuchte, seinen Namen reinzuwaschen.„Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquip ex ea commodo consequat.“

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