Der brutale Zwischenfall ereignete sich am Freitagabend im Kurpark Oberlaa in Wien-Favoriten. Josef H. und seine Ehefrau sollen drei Jugendliche lediglich darauf aufmerksam gemacht haben, dass das Fahren mit E-Scootern im Park verboten sei – der exxpress berichtete.
Dann eskalierte die Situation.
Hinweis löste Gewalteskalation aus
„Ich wollte nur auf das Fahrverbot im Park aufmerksam machen. Dann bekam ich einen ersten Schlag auf den Hinterkopf“, schilderte Josef H. gegenüber heute.at. Laut Polizei sollen die drei Jugendlichen im Alter von 15 und 17 Jahren den Mann zu Boden geschlagen und anschließend massiv auf ihn eingetreten haben.
Mann bewusstlos geprügelt, Ehefrau ebenfalls attackiert
Als Verena H. ihrem Mann zu Hilfe kommen wollte, soll auch sie angegriffen worden sein. In einem emotionalen Facebook-Posting schilderte sie die dramatischen Momente: Die drei Jugendlichen hätten so lange auf das Paar eingeschlagen und eingetreten, bis ihr Mann bewusstlos am Boden liegen geblieben sei.
„Dachte, das war es!“
„Ich dachte, das war es!“, schrieb die Frau. Das Ehepaar sei einfach nur froh, die Attacke überlebt zu haben. Josef H. kämpft noch immer mit den Folgen des Angriffs. Dank Schmerzmitteln seien seine körperlichen Beschwerden mittlerweile erträglicher, psychisch setze ihm das Erlebte aber weiterhin schwer zu.
Gestohlenes Handy führte Polizei auf die Spur
Die Polizei konnte rasch einen Fahndungserfolg verbuchen. Noch in derselben Nacht wurden die drei mutmaßlichen Täter ausgeforscht und festgenommen. Auch das gestohlene Mobiltelefon des Mannes konnte geortet und sichergestellt werden. Doch dann folgte für das Ehepaar die nächste bittere Nachricht: Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden die drei Jugendlichen wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung, des Diebstahls und der Sachbeschädigung auf freiem Fuß angezeigt. Einer der 15-Jährigen hat die österreichische Staatsbürgerschaft, bei den anderen beiden blieb die Nationalität zunächst ungeklärt. Für alle Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.
Verstärkte Polizeipräsenz am Laaerberg
Bei den Opfern sorgt diese Entscheidung für großes Unverständnis. „Sie wurden gefasst und es passiert ihnen überhaupt nichts!“, machen sie ihrem Ärger Luft. Mittlerweile hat der Fall auch die Politik erreicht. Sowohl die FPÖ als auch der Favoritner SPÖ-Bezirksvorsteher Marcus Franz fordern Konsequenzen. Als erste Maßnahme soll die Polizei ihre Präsenz und Bestreifung im Bereich des Laaerbergs verstärken.

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