Ausgebrochen war das Feuer am Donnerstagabend im Bereich Promeggen nahe Maria Luggau im Lesachtal. Anfangs betraf der Brand nur wenige Hektar, doch die Situation eskalierte schnell.

Begünstigt durch trockene Bedingungen und kräftigen Wind breitete sich das Feuer innerhalb weniger Stunden massiv aus. Bereits in der ersten Nacht erfassten die Flammen rund acht Hektar, am Freitagmorgen waren es etwa 25 Hektar.

Im weiteren Verlauf verschärfte sich die Lage deutlich: Gegen Vormittag wurden 35 Hektar gemeldet, am Nachmittag schließlich rund 70 Hektar. Im Laufe der folgenden Tage breitete sich das Feuer immer weiter aus. Schließlich waren etwa 110 Hektar betroffen – vergleichbar mit rund 150 Fußballfeldern.

Großeinsatz der Einsatzkräfte

Die Bekämpfung des Feuers stellte die Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen. Insgesamt waren rund 360 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von zahlreichen Einheiten aus dem Lesachtal, dem oberen Gailtal und Osttirol.

Zusätzlich kamen fünf Hubschrauber von Polizei und Bundesheer zum Einsatz, um vor allem in schwer zugänglichem Gelände aus der Luft zu löschen.

Koordiniert wurde der Einsatz durch den Bezirkskrisenstab unter Leitung von Hermann Pansi, der in enger Abstimmung mit Katastrophenschutz und Landesfeuerwehrkommando agierte.

Schwieriges Terrain erschwert Löscharbeiten

Die geografischen Bedingungen im Brandgebiet stellten eine besondere Herausforderung dar. Steile Hänge und abgelegene Waldflächen erschwerten den Zugang für Bodentrupps erheblich.

Aus diesem Grund spielte die Brandbekämpfung aus der Luft eine zentrale Rolle. Gleichzeitig wurden am Boden sogenannte Standleitungen aufgebaut, um nahegelegene Ortschaften zu schützen.

Da sich im betroffenen Gebiet auch Trinkwasserquellen befinden, wurde für den Ort St. Lorenzen vorsorglich eine Notwasserversorgung eingerichtet – unter anderem mithilfe von Milchtankwagen.

Wind als Brandbeschleuniger

Ein entscheidender Faktor für die rasante Ausbreitung war der Wind. Dieser trieb die Flammen immer weiter voran und ließ die betroffene Fläche innerhalb kurzer Zeit stark anwachsen.

Erst mit nachlassenden Windverhältnissen verbesserten sich die Bedingungen für die Einsatzkräfte. Laut Prognosen könnte die schwächere Luftbewegung in den kommenden Tagen die Löscharbeiten deutlich erleichtern – insbesondere für den Einsatz von Bodentrupps.

Lage stabilisiert sich – Gefahr bleibt bestehen

Nach intensiven Einsätzen über mehrere Tage zeigt sich nun erstmals eine leichte Entspannung. Die Feuerwehr meldete am Sonntag, dass sich der Brand nicht weiter ausgebreitet hat und unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Dennoch ist die Situation weiterhin angespannt: Das Feuer ist noch nicht vollständig gelöscht, und die Nachlöscharbeiten dürften sich über einen längeren Zeitraum hinziehen.