Zwar würden einzelne Maßnahmen der Regierung – etwa die Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel – die Inflation etwas bremsen. Andere neue Belastungen wie die umstrittene Paketabgabe treiben die Preise aber wieder nach oben, schilderte Kocher in der ZiB2.

Leben in Österreich vielleicht bald noch teurer

Besonders große Sorge bereitet derzeit die Lage rund um die Straße von Hormuz – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Sollte die Meerenge länger blockiert bleiben, könnte das massive Folgen haben: Öl, Dünger und wichtige Chemikalien würden teurer werden – und damit auch das Leben in Österreich.

Kommen höhere Zinsen? Und damit noch größere Belastungen?

Kocher macht klar: Wenn die Krise anhält, könnte sogar die Europäische Zentralbank eingreifen und die Zinsen wieder erhöhen. Für viele Österreicher wäre das die nächste Hiobsbotschaft. Denn höhere Zinsen verteuern Kredite, bremsen die Wirtschaft und belasten Haushalte zusätzlich.

Kommen höhere Zinsen? Und damit noch größere Belastungen?

Immerhin: Von den extremen Inflationswerten nach Beginn des Ukraine-Kriegs sei Österreich derzeit noch entfernt – sie lag damals bei über sieben Prozent, derzeit steht sie bei circa 3,3 Prozent. Doch die Unsicherheit wächst.

Budgetsanierung wackelt

Auch für die Regierung wird die Lage immer schwieriger. Die geplante Sanierung des Budgets gerät laut Kocher zunehmend unter Druck. Die Möglichkeiten der Regierung seien bei so einem externen Schock begrenzt, sie könne nur “in gewissen Bereichen abfedern.“ Sein Vergleich spricht Bände: „Es ist leichter, das Dach zu reparieren, wenn die Sonne scheint“, meinte der frühere Wirtschaftsminister. Die Frage scheint tatsächlich diese zu sein: Wann gibt es wieder Licht am Ende des Tunnels?