„Der mit Abstand gefährlichste Häftling“

Schon vor Prozessbeginn sorgt eine Aussage aus der Justizanstalt für Aufsehen: „Er ist der mit Abstand gefährlichste Häftling, den wir in Kärnten je hatten“, erklärte der Gefängnisleiter gegenüber der Kleinen Zeitung.

Sondereinheiten überwachen Prozess

Sondereinheiten, Außensicherung, strenge Kontrollen: Rund um das Gericht gilt Alarmstufe Rot. Ein Gerichtssprecher bestätigt im ORF ein noch nie dagewesenes Sicherheitsaufgebot: „Es gibt eine Innensicherung, es gibt eine Außensicherung, es sind Sondereinheiten vor Ort.“

Während Verhandlung hinter Panzerglas

Der Angeklagte selbst wird nur unter massivsten Schutzmaßnahmen in den Saal gebracht – mit speziellen Hand- und Fußfesseln. Während der Verhandlung sitzt er hinter einer gepanzerten Glastrennwand. Diese sei laut Gericht „notwendig aufgrund der Sicherheitseinschätzung“.

Videoüberwachung in der Zelle

Auch im Gefängnis gilt der 24-Jährige als Hochrisiko-Häftling. Seine Zelle wird videoüberwacht, das Bett ist fix montiert, gegessen wird ausschließlich mit weichem Einweg-Besteck. Hintergrund: Die Behörden befürchten Gewalt oder Selbstverletzungen.

Rigorose Regeln im Gerichtssaal

Besonders streng: Im Gerichtssaal herrscht absolutes Aufnahmeverbot. Keine Fotos, keine Videos, nicht einmal Zeichnungen des Angeklagten sind erlaubt. Selbst Journalisten und Zuhörer müssen Handys und Laptops draußen lassen.

Überlebende sagen aus

Für zusätzliche emotionale Brisanz sorgen die geladenen Zeugen: Auch Überlebende des Anschlags sollen aussagen. Der Prozess dürfte damit nicht nur juristisch, sondern auch emotional zur Zerreißprobe werden – einen derartigen Terror-Prozess hat Kärnten bisher noch nie erlebt.