Laut lokalen Medien gilt Heraklion, die Hauptstadt der griechischen Mittelmeerinsel Kreta, als weiterer Zielort. Israel zufolge sollen zwei Aktivisten nach Israel überstellt werden.
Laut dem israelischen Außenministerium stehen sie im Verdacht, Verbindungen zu extremistischen Organisationen zu unterhalten beziehungsweise an illegalen Aktivitäten beteiligt gewesen zu sein.
Gaza unter Blockade
Hilfsflottillen in Richtung Gaza sind seit Jahren das Mittel internationaler Aktivistengruppen, um auf die humanitäre Lage in dem Küstengebiet aufmerksam zu machen. Gaza steht seit Langem unter einer Blockade, die Israel mit Sicherheitsinteressen begründet.
Ein einschneidendes Ereignis war die Flottille von 2010, die nach einer gewaltsamen Konfrontation mit israelischen Streitkräften weltweit für politische Spannungen sorgte. Seither werden ähnliche Initiativen regelmäßig gestoppt, häufig bereits in internationalen Gewässern.
Der aktuelle Vorfall wirft erneut Fragen zum Völkerrecht und zur Rechtmäßigkeit von Eingriffen auf hoher See auf. Während Israel die Maßnahmen als Teil der Durchsetzung der Seeblockade verteidigt, kritisieren andere Akteure diese Praxis als Verstoß gegen das Völkerrecht und als Behinderung humanitärer Hilfe. Angesichts der Beteiligung Griechenlands als Ankunftsland wird erwartet, dass der Fall auch diplomatische Reaktionen nach sich ziehen wird.

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