Wie Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan und Martin Roudny, Leiter der Außenstelle Zentrum-Ost des Landeskriminalamts, am Donnerstag bekannt gaben, erfolgte der Zugriff bereits am 9. September des Vorjahres.
Die Ermittler stürmten eine rund 3.200 Quadratmeter große Halle, die nach außen hin als Produktionsstätte für CBD-Produkte betrieben wurde. Tatsächlich soll dort jedoch Cannabis in großem Stil angebaut und verarbeitet worden sein.

13 Verdächtige festgenommen
Im Zuge der Razzia wurden insgesamt 13 Personen festgenommen. Bei den meisten handelt es sich laut Polizei um sogenannte „Gärtner“, die für die Pflege und Aufzucht der Pflanzen zuständig gewesen sein sollen.
Die Verdächtigen stehen im Verdacht, Teil einer professionell organisierten Drogenbande zu sein, die über einen längeren Zeitraum hinweg Cannabis produziert und vertrieben haben soll. „Die Plantage war hochprofessionell eingerichtet“, erklärte Ermittlungsleiter Martin Roudny. Die Anlage verfügte über eine umfangreiche technische Ausstattung, die einen großflächigen und effizienten Betrieb ermöglichte.
Neben der enormen Menge an Cannabis stellten die Beamten auch Bargeld, Goldbarren, eine Luxusuhr der Marke Rolex sowie eine Schusswaffe sicher.

Ermittlungen liefen seit 2024
Den Angaben zufolge hatten die Ermittlungen gegen die mutmaßliche Tätergruppe bereits im Jahr 2024 begonnen. Nach monatelanger Observation und umfangreichen Ermittlungsmaßnahmen gelang schließlich der koordinierte Zugriff.
Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan sprach von einem „außergewöhnlichen Ermittlungserfolg“ und betonte die Bedeutung des Einsatzes im Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität. Mit rund einer Tonne sichergestelltem Cannabis handelt es sich laut Polizei um die bislang größte jemals in Österreich beschlagnahmte Menge dieser Droge. Die Ermittlungen zu den Hintermännern und möglichen weiteren Beteiligten dauern weiterhin an.

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