Im Frühjahr 2024 traf ein Himmelskörper die Mondoberfläche mit gewaltiger Wucht. Zurück blieb ein Krater von rund 225 Metern Durchmesser – so breit wie zwei nebeneinanderliegende Fußballfelder. Aufnahmen der NASA-Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter“ dokumentierten den Einschlag und seine Folgen im Detail, schreibt Merkur.de.

Gewaltige Explosion im All

Der neu entstandene Krater gehört zu den größten, die in den letzten Jahren beobachtet wurden. Mit über 200 Metern Durchmesser übertrifft er frühere Einschläge deutlich. Laut Berechnungen handelt es sich um ein seltenes Ereignis, das nur etwa alle 139 Jahre vorkommt.

Im Inneren entdeckten Forscher ungewöhnlich dunkle Bereiche. Diese dürften aus glasartigem Gestein bestehen, das durch die enorme Hitze beim Aufprall geschmolzen und sofort wieder erstarrt ist. Ein Wissenschaftler beschreibt den Einschlag als „Fingerabdruck einer Kollision, die in Millisekunden mehr Energie freisetzte, als man sich vorstellen kann“.

Neue Erkenntnisse aus dem Krater

Dank der präzisen Aufnahmen konnten Forscher erstmals einen frischen Krater quasi „live“ analysieren. Die Struktur ist trichterförmig, rund 43 Meter tief und von steilen Wänden umgeben. Große Gesteinsbrocken wurden weit über den Rand hinausgeschleudert.

Auch die Richtung des Einschlags ließ sich rekonstruieren: Der Brocken kam offenbar aus süd-südwestlicher Richtung und verteilte das Material in einem charakteristischen Muster.

Der Mond zeigt damit einmal mehr, dass seine Oberfläche alles andere als statisch ist – sie verändert sich ständig, sichtbar für jene, die genau hinsehen.