Wie der Standard berichtet, hat der jüdische Künstler Alon Ishay am Mittwoch eine “Umgestaltung” vorgenommen, wurde von der Polizei angezeigt und von Passanten antisemitisch beschimpft und angegriffen.

Laut dem Bericht kam es zu einem Polizeieinsatz, nachdem der Künstler im Rahmen eines Festivals der Universität für Angewandte Kunst auf dem Denkmal “Schande”-Kleber angebracht und mit wasserlöslicher Sprühkreide Fußabdrücke auf dem Boden appliziert hatte. Unter den Teilnehmern des von der Angewandten organisierten Rundgangs, um sich kritisch mit dem renovierten Denkmal auseinanderzusetzen, fanden sich demnach unter anderem der Schriftsteller Doron Rabinovici, Lehrende der Angewandten sowie Vizerektorin Gerhild Steinbuch. Rund 15 Polizeibeamte hätten die Aktion beendet und gegen Ishay wie gegen Steinbuch Anzeigen wegen des Verdachts der Störung der öffentlichen Ordnung erstattet. Zudem sei eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der schweren Sachbeschädigung übermittelt worden.

Passanten riefen antisemitische Parolen

Nach dem Einsatz sei es zudem zu antisemitischen Beleidigungen durch Passanten gekommen. “Zuerst bekomme ich als jüdischer Student zwei Anzeigen, weil ich mich künstlerisch gegen ein antisemitisches Ehrenmal engagiere. Kurz darauf werde ich antisemitisch beleidigt und dann noch von einem Passanten währenddessen als Judenschwein beschimpft und angespuckt”, zitiert der Standard den Künstler.