Eigentlich wollte sie nur helfen – doch ihr Einsatz endete im Streit. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Wasserrettung kümmerte sich um einen verletzten Badegast und sperrte deshalb aus Sicherheitsgründen den Sprungturm sowie die Wasserrutsche.

Mehrere Jugendliche ignorierten die Absperrung jedoch, warfen diese kurzerhand in die Hecke und betraten den Sprungturm trotzdem. Als die Helferin einschritt und die Jugendlichen des Bades verwies, wurde sie laut Bürgermeister massiv beschimpft und respektlos behandelt, berichtet die Krone.

Nationalität wird nicht preisgegeben

Auf die Anfrage, welche Nationalität die Problem-Jugendlichen denn hätten kommt folgende Erklärung: das tut nichts zur Sache und wir wollen hier auch keine rassistischen Klischees bedienen.

Für Bürgermeister Fritz Feichtinger ist damit eine Grenze überschritten. Er kritisiert vor allem den fehlenden Respekt gegenüber den freiwilligen Helfern: Ehrenamt sei keine Selbstverständlichkeit und funktioniere nur, wenn jene Menschen, die ihre Freizeit für andere opfern, entsprechend behandelt werden.

Gewalt gegen Bademeister

Der aktuelle Vorfall ist kein Einzelfall. Erst vor Kurzem wurde ein Bademeister von einem Vater tätlich angegriffen, nachdem dieser seinen Sohn zu Recht gewiesen hat.

Zusätzlich sorgen nicht personalisierte Saisonkarten immer wieder für Probleme. Müssen Besucher des Geländes verwiesen werden, können ihre Karten kaum dauerhaft gesperrt werden. Laut Bürgermeister reagieren manche Jugendliche sogar mit frechen Sprüchen und berufen sich dabei auf den Datenschutz.

Nach den wiederholten Zwischenfällen haben die ehrenamtlichen Helfer der Wasserrettung nun Konsequenzen gezogen: Sie stellen ihren Dienst im Freibad vorerst ein.

Für die Gemeinde ist das ein schwerer Schlag, denn ohne die Unterstützung der Freiwilligen wird der Betrieb deutlich schwieriger.

Bürgermeister droht mit drastischem Schritt

Feichtinger kündigt nun ein konsequentes Vorgehen an. Man werde über schärfere Maßnahmen beraten und notfalls rigoros durchgreifen.

Seine Warnung ist unmissverständlich: “In letzter Konsequenz wird das Freibad gesperrt.”

Zwar verhalte sich die überwiegende Mehrheit der Badegäste vorbildlich, doch einige wenige würden den gesamten Badebetrieb gefährden. Sollte sich die Situation nicht rasch beruhigen, könnte das Freibad tatsächlich geschlossen werden – mit Folgen für alle Besucher.