Die beiden Angeklagten – ein 17- und ein 21-jähriger österreichischer Staatsbürger mit Migrationshintergrund – sollen am 2. Juni 2025 maskiert in der Tiefgarage einer Wohnhausanlage auf ihr Opfer gewartet haben. Laut Anklage attackierten sie den Mann mit Pfefferspray, einer Gaspistole sowie Faustschlägen und Fußtritten. Dabei sollen sie ein Samsung-Handy, Autoschlüssel und eine Geldbörse mit rund 4.000 Euro Bargeld erbeutet haben, wie die Tageszeitung Heute berichtet.

Opfer zuvor observiert

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft soll der Drittangeklagte gewusst haben, dass der Geschäftsbetreiber regelmäßig hohe Bargeldsummen bei sich trug. Gemeinsam mit einem weiteren Verdächtigen soll das Opfer deshalb über längere Zeit beobachtet worden sein. Am Tattag sollen die vier schließlich zugeschlagen haben. Nach dem Überfall flüchteten die mutmaßlichen Täter laut Ermittlungen mit einem Taxi. Am Tatort wurde zudem ein Zugband eines Pullovers sichergestellt – darauf fanden Ermittler DNA-Spuren des Erstangeklagten.

Alle vier sitzen in U-Haft

Die beiden ehemaligen Angeklagten aus dem „Fall Anna“ sitzen bereits seit November wegen Tatbegehungsgefahr in Untersuchungshaft. Auch die beiden weiteren Verdächtigen befinden sich in Haft. Zwei der jungen Männer sind derzeit in der Jugendstrafanstalt am Münnichplatz in Wien-Simmering untergebracht. Der Prozess gegen das Quartett startet am 20. Mai vor einem Schöffensenat am Wiener Landesgericht.

Angeklagte gestehen

Laut Verteidiger Mirsad Musliu dürften sich die beiden ehemaligen Angeklagten aus dem „Fall Anna“ vor Gericht schuldig bekennen. Der 21-Jährige habe in den Ermittlungen angegeben, er habe sich zu der Tat überreden lassen, um „schnelles Geld“ zu machen. Auch der 17-Jährige zeigte sich laut Aktenlage geständig. Für alle Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.