Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Sonntag am Johann-Nepomuk-Vogl-Markt im Wiener Bezirk Währing. Laut Polizei sollen vier Jugendliche versucht haben, in einen Marktstand einzubrechen. Anwohner bemerkten verdächtige Geräusche und verständigten die Einsatzkräfte. Die Polizei konnte drei Verdächtige kurz darauf anhalten und vorläufig festnehmen. Allerdings wurden die Jugendlichen nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt. Ein Grund dafür: Einer der Verdächtigen ist erst 13 Jahre alt und damit in Österreich strafunmündig.
„Uns kann eh nix passieren“
Besonders brisant ist das Verhalten der Jugendlichen während der Amtshandlung. Laut Zeugen und Medienberichten sollen sie die Beamten ausgelacht und provoziert haben. Aussagen wie „Könnts uns eh nix machen“ sollen gefallen sein. Ein 13-Jähriger soll sogar erklärt haben, dass ihm eine mögliche Unterbringung egal sei, weil er „eh bald wieder zu Hause“ wäre. Dieses Auftreten sorgt nun erneut für eine Debatte über Jugendkriminalität und die Frage, ob bestehende gesetzliche Regelungen ausreichend sind.
Jugendliche bereits bekannt
Nach Informationen der Zeitung „Heute“ sollen die Verdächtigen bereits polizeibekannt sein. Demnach wurden ihre Fingerabdrücke schon bei früheren Vorfällen erfasst. Bei den Jugendlichen handelt es sich laut Polizei um einen 15-jährigen Ukrainer, einen 16-jährigen Österreicher sowie einen weiteren Verdächtigen, dessen Staatsangehörigkeit derzeit noch geprüft wird.
Diskussion über Konsequenzen
Der Fall löst erneut politische Diskussionen über strafunmündige Jugendliche und sogenannte Intensivtäter aus. Kritiker sehen darin ein Zeichen dafür, dass junge Täter kaum noch Respekt vor Polizei und Justiz hätten. Andere warnen davor, Einzelfälle für pauschale Verurteilungen zu nutzen, und fordern stattdessen mehr Präventionsarbeit, Betreuung und Unterstützung für gefährdete Jugendliche.

Kommentare
Lädt Kommentare...